„ Plötzlicher Herztod: Wie kann man sich davor schützen“ lautet das Motto der diesjährigen Herzwochen der Deutschen Herzstiftung im November. „Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 65.000 und im Landkreis circa 110 Menschen einen plötzlichen Herzstillstand, etwa 60.000 beziehungsweise 100 sterben daran. Das muss aber nicht sein, denn der plötzliche Herztod ist in der Regel kein schicksalhaftes Ereignis, vor dem es kein Entkommen gibt“, erklärt Dr. med. Karl Breu, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Weilheim-Schongau. Unmittelbar eingeleitet wird der plötzliche Herztod überwiegend durch Kammerflimmern. Das Herz wird von einer Sekunde auf die andere komplett aus dem Takt gebracht, hört auf zu schlagen und der Blutdruck sinkt auf „Null“.
Wer ist besonders gefährdet?
Als gefährdet gelten Personen mit einer bereits vorliegenden strukturellen Herzerkrankung. Dazu gehört zum Beispiel die sogenannte koronare Herzkrankheit (KHK). Überwiegend sind Menschen im mittleren und höheren Alter vom plötzlichen Herztod betroffen. Diese wird durch Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen (Stichwort hohes Cholesterin) verursacht. Auch die Genetik und ein ungesunder Lebensstil durch Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel oder Drogenkonsum spielen eine Rolle. Weitere Ursachen des plötzlichen Herztods können auch Herzmuskelerkrankungen sowie angeborene Herzfehler sein. „Ein wesentlicher Schutz vor dem plötzlichen Herztod ist die Früherkennung und -behandlung von Herzerkrankungen“, erläutert Dr. Breu. Er empfiehlt deshalb, die Risikofaktoren möglichst gering zu halten und sichregelmäßig im Rahmen eines Gesundheitschecks von einer Ärztin odereinem Arzt untersuchen zu lassen.
Bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand habt man die besten Chancen zu überleben, wenn ein Helfer sofort die Notrufzentrale unter der Nummer 112 informiert und dann umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnt. Laienhelfern wird heute empfohlen, sich auf die Herzmassage zu beschränken und mindestens 100- bis 120-mal pro Minute das Brustbein mindestens fünf bis maximal sechs cm tief einzudrücken. Auf der Internetseite der Deutschen Herzstiftung, www.herzstiftung.de , gibt es weitere Informationen.