Veröffentlicht am 23.10.2019 08:47

Droht dem “CarSharing” das Aus?

Stellten im Sommer 2017 das erste Auto für das „Car Sharing“ in Peißenberg vor: Martin Heinz, Manuela Vanni und Erich Zimmermann. (Foto: mka / Archiv)
Stellten im Sommer 2017 das erste Auto für das „Car Sharing“ in Peißenberg vor: Martin Heinz, Manuela Vanni und Erich Zimmermann. (Foto: mka / Archiv)
Stellten im Sommer 2017 das erste Auto für das „Car Sharing“ in Peißenberg vor: Martin Heinz, Manuela Vanni und Erich Zimmermann. (Foto: mka / Archiv)
Stellten im Sommer 2017 das erste Auto für das „Car Sharing“ in Peißenberg vor: Martin Heinz, Manuela Vanni und Erich Zimmermann. (Foto: mka / Archiv)
Stellten im Sommer 2017 das erste Auto für das „Car Sharing“ in Peißenberg vor: Martin Heinz, Manuela Vanni und Erich Zimmermann. (Foto: mka / Archiv)

Seit dem Jahr 2000 gibt es in Weilheim ein “CarSharing”-Angebot, das in den Folgejahren mit Standorten in Bernried, Penzberg, Benediktbeuren, Murnau, Schongau und Peiting erweitert wurde. Seit Juli 2017 steht auch in Peißenberg am Bahnhof ein “CarSharing”-Auto. Jetzt aber droht das vorzeitige Aus. Martin Heinz, Geschäftsführer von “CarSharing” im Verein “ÖkoMobil Pfaffenwinkel”: “Derzeit haben wir etwa zehn aktive Nutzer. Wenn es nicht mehr werden, ist das Ganze so nicht mehr tragbar.”

Fünf würden reichen

Dabei sind die aktiven Nutzer durchaus zufrieden, wie die Statements einzelner zeigen. Monika Reischer, eine “CharSharing”-Nutzerin aus Wörth: “Bei schönem Wetter fahre ich mit dem Fahrrad zum Bahnhof, um das Auto zu nutzen. Bei schlechtem Wetter gehe ich zu Fuß. Das hält mich mit meinen 75 Jahren fit. Der große Vorteil ist auch, dass ich mir die Fixkosten für’s Auto spare.” Nutzer Stefan Hoiß: “Seit Jahren sind wir bei unseren Fahrten immer öfter auf Fahrrad und Bahn umgestiegen. Bis sich eines Tages das Auto nicht mehr lohnte. Wir haben es abgeschafft und sind Mitglied bei ‘CarSharing’ geworden.” Uschi Sorg freut vor allem der Beitrag zum Klimaschutz: “Ich engagiere mich für das CarSharing in Peißenberg, weil es ein konkreter Beitrag zum Klima- und Umweltschutz ist.”

Laut Martin Heinz müssen es nur eine Handvoll Nutzer mehr sein, um den Betrieb langfristig zu gewährleisten. “Wenn sich rund fünf neue Nutzer fänden, wären wir schon sehr glücklich.”

Und das Konzept ist umweltfreundlich und schont darüber hinaus den Geldbeutel. “CarSharing” ermöglicht es, Auto zu fahren, ohne ein eigenes Auto zu besitzen. Dadurch entfallen für den Nutzer die hohen Fixkosten wie Versicherung, Steuer und Reparaturen. Schon ein Anreiz, es mal ohne eigenen Wagen zu versuchen oder als nächsten Zweitwagen einen mit dem “CarSharing”-Logo zu nehmen.

Wie funktioniert’s?

Wird ein Auto benötigt, kann es online oder telefonisch für den gewünschten Zeitraum reserviert werden. Wenn man seine Einkäufe, Besuche, Ausflüge oder Urlaubsfahrten erledigt hat, wird das Auto wieder zurückgestellt. Auch für Unternehmen eignet sich eine Mitgliedschaft. In Spitzenzeiten kann der eigene Fuhrpark entlastet werden.

Sollten sich nicht entsprechend viele neue Nutzer für das System finden lassen, so Martin Heinz, wird der Betrieb wohl zum Ende des Jahres eingestellt werden müssen. Auf der Seite www.CarSharing-pfaffenwinkel.de gibt es mehr Informationen zum „CarSharing”.

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