Veröffentlicht am 21.10.2019 16:15

Holzköpfe, Fremdlinge und andere

Derzeit sind es neun Objekte, die den Skulpturenweg in Wörthsee bilden. (Foto: Gemeinde Wörthsee)
Derzeit sind es neun Objekte, die den Skulpturenweg in Wörthsee bilden. (Foto: Gemeinde Wörthsee)
Derzeit sind es neun Objekte, die den Skulpturenweg in Wörthsee bilden. (Foto: Gemeinde Wörthsee)
Derzeit sind es neun Objekte, die den Skulpturenweg in Wörthsee bilden. (Foto: Gemeinde Wörthsee)
Derzeit sind es neun Objekte, die den Skulpturenweg in Wörthsee bilden. (Foto: Gemeinde Wörthsee)

Am Wörthsee ist dieser Tage der erste Skulpturenweg im Landkreis Starnberg feierlich eröffnet worden. Mit zunächst neun Objekten hat der eigens dafür gegründete Verein einen Anfang gemacht und Kunstwerke entlang des Fußwegs am See vom Rathaus bis zur Feuerwehrwiese, am Grundlerhof und Schlittenberg aufgestellt. Die Kunstobjekte stammen von regionalen und überregionalen Künstlern und wurden zum Teil bereits auf dem Kulturfest 2018 vorgestellt. Nun haben sie einen Platz gefunden, eine Website ist erstellt, die Objektbezeichnungen werden demnächst bei den Kunstwerken befestigt und ein Flyer ist in Produktion.

Der Verein hat die Idee von Andreas Huber und Johannes Englmeier aufgegriffen und umgesetzt, die Gemeinde unterstützt das Projekt. Der Skulpturenweg soll Kunst zugänglich machen, soll inspirieren, erfreuen, irritieren oder auch zu Diskussionen anregen. Die Plätze sind sorgsam ausgewählt und stehen in Korrespondenz zum jeweiligen Objekt. Oftmals vermittelt das Kunstwerk in Verbindung mit seiner Umgebung und dem Ausblick auf den See eine neue Blickrichtung.

„Begegnung im Park“

Die beiden großen erotisch anmutenden Bronzeskulpturen auf dem Rathausplatz stammen von Walter Kopp, einem ortsansässigen Künstler, und haben bereits vor einem Jahr die Idee des Skulpturenwegs manifestiert. Vom Künstlerpaar Ute Lechner und Hans Thurner, die aus dem Chiemgau stammen, sind gleich mehrere Kunstwerke in Wörthsee zu sehen, zum Beispiel die „Laudemium” hinter dem Rathaus, rostige Abgabenkarren, die an die Entbehrungen und Abgabenlast der Bauern um 1800 erinnern sollen, die großen Kugeln, sowie die gewaltigen überdimensional großen und schweren Keile, die jüngst am Schlittenberg aufgestellt sind. Weitere Kunstwerke sind die „Holzköpfe” von Helga Bäumler, die den Zaun entlang der Pension am See säumen, die „Fremdlinge” von Johannes Englmeier, die aus metallenem Recyclingmaterial den Zufluss des Auinger Bachs in den See säumen, sowie die „Begegnung im Park“, zwei hohe Betonsäulen an deren Enden zwei Gesichter sind, die durch ihren Ausdruck ein stummes Gespräch darstellen.

Künftig weitere Skuplturen

Dem Verein ist aber auch die Arbeit mit jungen Nachwuchskünstlern wichtig. Und so stehen jetzt schon zwei Bündel überdimensionaler bunt angemalter Mikadostäbe am Rathaus, die von Grundschülern angefertigt worden sind.

In Zukunft werden stetig weitere Skulpturen und Kunstobjekte ganz Wörthsee bereichern, die Seeumrundung ist das Ziel, aber auch in den Ortsteilen werden Objekte verteilt aufgestellt sein. Etliche Künstler des sich in Auflösung befindenden Skulpturenwegs am benachbarten Ammersee und aus der Region haben bereits Interesse zur Teilnahme angemeldet. Auskunft geben die Internetseite www.skulpturenweg-woerthsee. de sowie die Betonstelen, welche die Kunstwerke kennzeichnen und mit einem angebrachten QR-Code direkt zu den Künstlerseiten leitet.

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