Die Hedwigstraße soll zur Einbahn- und Anliegerstraße werden. So zumindest lautet die Forderung in einem Bürgeranliegen, das dem Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg (BA 9) in seiner jüngsten Sitzung vorlag und das das Gremium mit der Bitte um Prüfung und gegebenenfalls einer Verkehrszählung an das Kreisverwaltungsreferat (KVR) weitergeleitet hat. Die Einbahnstraße solle in Richtung Nymphenburger Straße verlaufen, also in Fahrmöglichkeit von Nord nach Süd, heißt es in dem Schreiben weiter. „Damit zumindest ein Teil des Verkehrs, der aus der Horemansstraße in die Hedwigstraße gedrängt wurde, sich andere Wege sucht.“
Die Hedwigstraße ist eine Parallelstraße zur Horemansstraße und stellt, aus Sicht der Stadtmitte, die letzte Abfahrt vor dem Mittleren Ring dar. Die Zufahrt zur Horemannsstraße sei von der Nymphenburger Straße aus seit Jahren nicht mehr möglich, sie sei einfach geschlossen worden. „Morgens und abends ist hier die Hölle los und auch sonst ist sehr viel Durchgangsverkehr“, heißt es in dem Bürgeranliegen weiter. „Spätestens wenn sich der Verkehr von der Kreuzung Mittlerer Ring / Nymphenburger Straße zurückstaut, biegen die Autofahrer, die rechts abbiegen wollen, in die Hedwigstraße ab und umfahren die Kreuzung. Abends dasselbe Spiel: Rückstau auf der Leonrodstraße vor dem Mittleren Ring, links abbiegen in die Albrechtstraße und dann rechts durch die Hedwigstraße, dann auch die Nymphenburger.“ Weil so viel los sei, würden einige Nachbarn die Straße bereits „Stachus“ nennen. „Und wiederum andere benutzen ihre Ost-Balkone nicht mehr, weil sogar am Wochenende zu viel lost ist. Wir haben unser Schlafzimmer mit dem Arbeitszimmer getauscht – immerhin konnten wir ausweichen.“
Die nächste Sitzung des BA 9 findet am Dienstag, 27. Februar, um 19.30 Uhr in der Gaststätte „Adriatica“ (Renatastr. 35) statt.