Für die Zeit bis zum Sommer 2018 hat sich Christiane Lüst, Gründerin und Chefin des Gautinger Umweltzentrums, wieder einiges vorgenommen. „Wir reisen endlich in die provenzialische Longo-Mai-Kooperative. Das habe ich mir schon ganz lange vorgenommen.“ Longo mai heißt auf provenzialisch „es möge lange dauern“ und bezeichnet den Schwerpunkt der Dörfer, die in der Kooperative vereinigt sind gut: Nachhaltigkeit, Selbstversorgung, Tauschhandel.
„Wir haben dort Führungen gebucht und möchten uns auch über Formen der Zusammenarbeit informieren“, so Lüst weiter. „Mich fasziniert der Zulauf an jungen Leuten, die mal in die Dörfer hineinschnuppern und dort bleiben.“ In Gemeinschaft könne man eben viel, viel mehr erreichen. „Das macht auch Sinn. Dafür steht für mich Longo mai. Bei Rostock gibt es einen Ableger. Warum nicht auch bei uns in Bayern?“
Nach dieser Reise möchte sich Lüst irgendwann im Sommer mit Interessierten nach Anderlach bei Bonn aufmachen, in „die essbare Stadt! Dort sind statt städtischen Grünflächen Obstbäume und Gemüsebeete zu finden, um die sich die Allgemeinheit kümmert und die auch von allen geerntet werden können. Auch das ist ein äußerst spannendes Projekt und zum Nachahmen empfohlen. Hier im Süden hat nur Feldafing eine kleine Versuchsfläche gestartet. Die Idee der „essbaren Gemeinde“ würde ich auch sehr gern zu uns holen.“
Im restlichen Programm bleibt alles wie gewohnt. Filmgespräche, Vorträge zu Gentechnik, Saatgut, fairen Handel, und andere relevante Themen sind geplant. „Unsere solidarische Imkerei läuft weiter, dort sind schon zehn Leute am Start. Und auch andere Initiativen möchten wir gerne fördern, wie ohne Auto leben und Plastikfasten.“
Zum Plastikfasten hat das Umweltzentrum eine ganze Reihe von Veranstaltungen vor, Auftakt ist das Filmgespräch am 14. Februar. Darüber hinaus wird ein Stammtisch als Austausch für Leute organisiert, die ohne Plastik leben wollen oder sich dies für die Fastenzeit bis Ostern vornehmen. „Wir möchten die Leute ermuntern, mal eine Zeit lang ohne Plastik auszukommen. Das ist schwierig, gerade bei Kosmetik, aber es geht! Es kommt auf einen Versuch an.“ Das gesamte Programm, viele Informationen zu den Reisen, zu Stammtischen und zum Fairen Sonntagscafé sind im Internet unter http://www.oeko-und-fair.de einsehbar.