Ein Verein aus Dachau hat eigenen Angaben zufolge großes Interesse daran, die Unterführungen der Bahnstrecken in Allach und Untermenzing künstlerisch zu gestalten. „Da die Flächen regelmäßig durch illegale Malerei gestaltet werden, würde es sich anbieten, dem entgegenzuwirken“, heißt es in einem Schreiben des Kunstvereins „Outer Circle“ an den Bezirksausschuss Allach-Untermenzing (BA 23). „Wir haben bereits gute Erfahrungen, dass einmal gestaltete Flächen davon verschont bleiben.“ Man habe schon Unterführungen im Raum München gestaltet und arbeite momentan intensiv mit der Stadt Dachau sowie den Gemeinden Herbertshausen, Peterskirchen und Vierkirchen zusammen.
„Im vergangenen Jahr haben wir angefangen, die Unterführung an der Karl-Gayer-Straße künstlerisch gestalten zu lassen“, sagte Gabriele Hartdegen auf der jüngsten Sitzung des Lokalparlaments. „Für dieses Jahr haben wir erstmal nichts geplant. Wir würden uns aber bei Bedarf bei dem Verein melden.“ Und Heike Kainz ergänzte: „Das ist natürlich keine Zusage. Wir werden alle, die sich dafür interessieren, ansprechen und einbinden. Es muss auch immer darauf geschaut werden, wie sich das Ganze finanzieren lässt“, so die Vorsitzende des BA 23.
Falk Lamkewitz schlug dem Verein vor, eine Initiativbewerbung einzureichen, „wenn es schon konkrete Vorschläge gibt“, betonte der Grünen-Fraktionssprecher. Wenn es sich um die Bahnunterführungen handele, sagte Heike Kainz, müsse die Deutsche Bahn eingebunden werden. Grundsätzlich würde sich nach Ansicht der CSU-Stadträtin auch die Unterführung am Allacher S-Bahnhof anbieten. „Ich weiß nicht, ob nach Beendigung der Bauarbeiten am Oertelplatz ohnehin etwas in diese Richtung geplant ist. Die Unterführung könnte sicherlich eine Verschönerung gebrauchen.“