München · Umfrage: „Was halten Sie vom totalen Rauchverbot?“
Das Münchner SamstagsBlatt-Team befragt das Volk
München · Was bewegt die Gemüter im Millionendorf? Jede Woche geht das Team des SamstagsBlatts auf die Straße, um die Münchner nach ihrer ganz persönlichen Meinung zu fragen. Diese Woche wollten wir von Ihnen wissen, ob Sie für den „echten Nichtraucherschutz" sind oder mit Qualmern in Nebenräumen oder Raucherclubs leben können.
Barbara, 47, Olympiazentrum, „Ich stimme klar dafür,
dass in öffentlichen Räumen wie Behörden oder Gaststätten ein absolutes
Rauchverbot gilt. Eine Alternative wären abgesonderte Raucherräume. Wenn
das aber nicht geht, dann lieber ein totales Rauchverbot.“
Franz, 23, Schwabing, „Ein totales Rauchverbot
empfinde ich als Ungerechtigkeit gegenüber den Rauchern und den Besitzern
einzelner Gaststätten. Diese sollten frei und selbstbestimmt über den Konsum
von Zigaretten in ihren Lokalen entscheiden können.“
Gertraut, 68, Maxvorstadt, „Als ich den Zettel
zur Abstimmung in meinem Briefkasten fand, habe ich ihn sofort zerrissen.
Ein totales Rauchverbot ist gegenüber Rauchern genauso diskriminierend wie
eine absolute Rauchgenehmigung gegenüber Nichtrauchern.“
E. Nathalie, 51, Schwabing, „Ich bin gegen ein
per Gesetz verordnetes, totales Rauchverbot. Die Lokale sollten dies selbst
entscheiden können. Die absolute Intoleranz Rauchern gegenüber scheint mir
in keinem Verhältnis zum legalisierten Alkoholausschank und -missbrauch
zu stehen.“
Helmut, 70, Freimann, „Ich stimme für ein totales
Rauchverbot, denn als ehemaliger Raucher nehme ich Gerüche, insbesondere
den Rauch einer Zigarette, nun intensiver und störender wahr. Ich esse und
trinke also lieber in einer rauchfreien Atmosphäre.“
Andreas, 43, Schwabing-West, „Ich finde es gut,
wenn ich in Gaststätten und anderen öffentlichen Räumen keinem Zigarettenrauch
ausgesetzt bin. Den Rauchern das Rauchen aber gänzlich zu untersagen ist
übertrieben. Getrennte Räume dürften reichen.“