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Lokales - 21.04.2010 Wochenanzeiger München: Südost-Kurier
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Ramersdorf · Asylbewerberheim in Ramersdorf ?
Sendlinger wollen ihre Flüchtlinge umsiedeln
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Ramersdorf · Das Gebäude in der Aschauer Straße 12, direkt neben Dallmayr, ist im Rohbau stagniert, weil der Interessent für ein dort geplantes Hotel abgesprungen ist, erklärt Cornelius Mager, Leiter der Lokalbaukommission (LBK). Das brachte die Nachbarn der Erstaufnahmeeinrichtung (EA) für Asylbewerber in der Baierbrunner Straße in Sendling auf die Idee, ihrem Bezirksausschuss (BA) diesen Rohbau als alternativen Standort für ein Asylbewerberheim vorzuschlagen.
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Der Rohbau in der Aschauer Straße 12 steht zur Diskussion als Asylbewerberheim. Foto: aha |
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Seit Jahren haben die Anwohner mit Lärm zu kämpfen, der durch das Asylbewerberheim
in dem Stadtbezirk entsteht. Damit wären die Asylbewerber in Sendling weg,
aber ins Gewerbegebiet nach Ramersdorf abgeschoben, »damit sie niemanden
stören«, wie die Stadträte Beatrix Burkhardt und Hans Podiuk (CSU) vermuten
und sich bei der Stadtverwaltung nach dem aktuellen Sachstand erkundigten.
Nach Angaben der Regierung von Oberbayern, zuständig für derartige Unterkunftsanlagen,
prüft die Immobilienagentur des Freistaats (IMBI) derzeit das Objekt Aschauer
Straße. Sprecher Heinrich Schuster betont, für eine Asylbewerberunterkunft
brauche es eine gewisse Größe und kurze Wege zu dem für Asylbewerber zuständigen
Amt. Wenn der Freistaat das Gebäude konkret wünsche, werde man sich mit
der Münchner LBK in Verbindung setzen. Dieser ist derzeit »kein Vorhaben
bekannt«, wie Mager mitteilt. Es geht um etwa 330 Asylbewerber, wobei die
Zahl momentan sinkt. Im Januar 2009 verlängerte die LBK die Nutzungsgenehmigung
für das Heim in Obersendling zum dritten Mal – bis einschließlich 30. April
2014. Und das, obwohl die dortigen Wohnbedingungen – Renovierungsbedarf
und durchschnittlich nur 4,81 Quadratmeter Lebensraum pro Person bei Vollbelegung
– unzureichend sind, wie Landtagsabgeordnete Julika Sandt (FDP) im September
letzten Jahres gegenüber dem Münchner Wochenanzeiger bemängelte. Zudem beschweren
sich die Anwohner seit 1989 massiv über nächtlichen Lärm und hofften auf
ein Ende ihrer Leidenszeit, als die Unterkunft 1989 auf zehn Jahre befristet
genehmigt und die Bewohnerzahl auf 230 Personen begrenzt wurde. Die Aschauer
Straße wäre eine Lösung. »Wir warten sehnsüchtig auf eine vernünftige Nutzung«,
zeigt sich der dortige Eigentümer Ludwig Pöttinger nicht abgeneigt. Seit
Jahren stehe der Rohbau leer, nachdem dem Hotelinteressenten das Grundstück
zu weit vom Mittleren Ring entfernt war.
Angela Boschert
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