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Freizeit & Kultur - 06.04.2010 Wochenanzeiger München: Münchener Nord-Rundschau
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Hasenbergl · Goldfisch im Fußbad
50 Jahre Feldmochinger Volkstheater mit Jubiläumsaufführung
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Hasenbergl · Georg Hölzl hat es wohl nur mit seinem gerüttelt Maß an schauspielerischer Erfahrung durchgestanden, als er auf der Bühne des Feldmochinger Volkstheaters laut Skript ein Fußbad nahm, während sich ein ungebetener Gast im Füße kühlenden Nass tummelte: Schabernack treibende Darstellerkollegen hatten dem Akteur bei einer Aufführung einen Goldfisch ins Fußbad gesetzt. Hölzl blickt auf viele Bühnen-Erinnerungen zurück, denn das »Feldmochinger Volkstheater« wird heuer 50 Jahre alt, und der 69-Jährige war von Anfang an dabei.
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Das Feldmochinger Volkstheater wird 50: Spielleiter Georg Hölzl war von Anfang an dabei, etwa 1961, hinten, Mitte, der Mann mit dem Kopfverband F.: ko, Privat |
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Heute kann der Spielleiter und Vorsitzende des Theatervereins über den Fisch
im Fußbad lachen, damals fiel es ihm doch etwas schwer, mimende Contenance
zu bewahren. Hatte es das Tierchen doch auf seine Zehen abgesehen, um mit
messerscharfen Zähnen hier und da zuzuzwicken. Aber Hölzl hat einfach die
Füße ein wenig angezogen und weiter gespielt. Vor 50 Jahren haben sich der
heutige Spielleiter und weitere Burschen aus der damaligen Pfarrjugend der
Feldmochinger katholischen Kirche Sankt Peter und Paul zusammengetan und
den Theaterverein gegründet. Sie wollten ihre liebgewonnene Tradition, Sketche
und Einakter an kirchlichen Bunten Abenden aufzuführen, fortsetzen. Zunächst
nannte sich das Ensemble »Theaterverein Nordstern« bis 1974 daraus das »Feldmochinger
Volkstheater« wurde. »Der Name muss sagen, wo ich spiele und was ich spiele«,
sagt Georg Hölzl. Und das tut er nun auch, denn tatsächlich bieten die Feldmochinger
Laienschauspieler vor allem Volksstücke, auch wenn ab und zu mal ein Boulevardstück
darunter ist.
Hölzl spielt gerne Werke von Ludwig Thoma, wie etwa »Magdalena« im Herbst
1989 oder zum 30-jährigen Bestehen des »Feldmochinger Volkstheaters« die
Thoma-Einakter »Erster Klasse« und »Die Dachserin«. 1992 folgte Thomas »Schusternazi«
in der Bearbeitung von Oskar Weber mit dem Titel »Der arme Millionär«. Und
für sein 40-jähriges Spielleiter-Jubiläum im Herbst 2007 entschied sich
Georg Hölzl für eine Neuinszenierung des armen Millionärs. »Thoma macht
einfach Spaß, da muss man nicht herumstreichen, da stimmt jeder Satz«, sagt
Hölzl. Natürlich haben die Laiendarsteller auch weitere Stücke im Repertoire.
Im Stiftstheater im Augustinum München-Nord, seit 1985 die Spielstätte des
»Feldmochinger Volkstheaters«, wagte sich das Ensemble zum 25-jährigen Jubiläum
erstmals an die Komödie »Der Geisterbräu« von Joseph Maria Lutz (1893-1972):
Ein Stück, das mit vielen Mitwirkenden und riesigem Dekorationsaufwand eine
neue Herausforderung für Spielleitung und Bühnenbau war.
Natürlich darf auch heuer zum 50-jährigen Geburtstag des Feldmochinger Volkstheaters
eine Jubiläumsaufführung nicht fehlen: Das Ensemble lädt ins Stiftstheater
Augustinum München-Nord, Weitlstraße 66, zu Holger Zimmermanns »Die Versuchung
des Aloysius Federl«, eine Pfarrhofkomödie in drei Akten, unter der Regie
von Georg Hölzl. Die Spieldaten sind Samstag, 10. April, 19.30 Uhr, Sonntag,
11. April, 18.00 Uhr, Freitag, 16. April, 19.30 Uhr, Samstag, 17. April,
19.30 Uhr, Samstag, 24. April, 19.30 Uhr und Sonntag, 25. April, 18.00 Uhr.
Der Eintritt kostet 10 Euro, Jugendliche bis 16 Jahre zahlen 5 Euro. Karten
können unter Tel. 3 14 71 74 montags bis donnerstags von 17 bis 19 Uhr vorbestellt
werden. Im Foyer des Wohnstifts Augustinum findet außerdem die Ausstellung
»50 Jahre Feldmochinger Volkstheater« vom 7. bis einschließlich 25. April
statt. Besuchszeiten sind täglich von 14 bis 18 Uhr und an den Aufführungstagen
jeweils eine Stunde vor Theaterbeginn.
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