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Wirtschaft - 09.03.2010 Wochenanzeiger München: Südost-Kurier
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Oberhaching · Neue Chancen
Hauptschule wird um Wirtschaftsschule erweitert
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Oberhaching · Schon ab dem nächsten Schuljahr wird vor der Eingangstür der Oberhachinger Hauptschule nicht mehr allein Hauptschule geschrieben stehen, sondern auch Wirtschaftsschule in großen Lettern dort zu lesen sein. Denn die Oberhachinger Bildungseinrichtung nimmt als eine von acht in ganz Bayern und sogar als einzige im Landkreis München an einem neuen Kooperationsmodell des Kultusministeriums teil.
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Rektor Günter Braun, Elternbeiratsvorsitzende Petra Bauer-Schrott, Konrektorin Carmelina Retzer, Vorsitzende des Fördervereins Doris Wallner und Bgm. Stefan Schelle freuen sich, dass die Hauptschule um eine Wirtschaftsschule erweitert wird. F: hol |
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Ab nächstem Schuljahr können dort Schüler die Mittlere Reife einer Wirtschaftsschule
machen. »Dies ist wohl die Entscheidung mit der größten Tragweite seit ich
vor acht Jahren Bürgermeister geworden bin«, freute sich Bürgermeister Stefan
Schelle. Nach seinen Worten kann Oberhaching jetzt den Kindern alle Bildungsabschlüsse
anbieten, und das staatlich, also ohne zusätzliche Kosten für die Eltern.
»Seit vier Jahren kämpft die Gemeinde darum den Mittleren Abschluss nach
Oberhaching zu holen«, berichtete der Rathauschef. Doch einem M-Zweig wurde
von staatlicher Seite nicht zugestimmt, da man befürchtete damit den bereit
existierenden M-Zweig in Unterhaching zu gefährden. Anschließend wurde auch
eine Kooperation mit einer privaten Wirtschaftsschule abgelehnt.
Das neue Modell ermöglicht jetzt leistungsstarken Schülern, die einen Beruf
im Bereich Wirtschaft und Verwaltung anstreben, am Standort der Hauptschule
die Mittlere Reife einer Wirtschaftsschule abzulegen. Ab der achten Klasse
können Kinder, die in den Hauptfächern einen Durchschnitt von 2,33 vorweisen
können, die Wirtschaftsschule als eigenen Zweig besuchen. Wie Rektor Günter
Braun berichtete, werden alle Pflichtfächer weiter von Lehrern der Hauptschule
unterrichtet, die zusätzlichen Fächer wie Betriebs- und Volkswirtschaft,
Wirtschaftsmathematik, Datenverarbeitung oder Englisch werden von Lehrkräften
einer Wirtschaftsschule übernommen. »Die Kooperation findet mit der Wirtschaftsschule
in Pasing statt, deren Lehrer dann auch hier tätig sind«, erklärte Braun.
Da die Wirtschaftsschule als weiterführende Einrichtung nicht an einen Sprengel
gebunden ist, können auch Kinder aus der Umgebung sich anmelden. Derzeit
sind knapp 200 Schüler an der Hauptschule. »Aber ich erwarte einen riesigen
Ansturm und gehe davon aus, dass die Schule langfristig dreizügig wird«,
meinte Schelle.
Er versprach, dass die Gemeinde auch nicht zögern wird gleich im ersten
Jahr zweizügig voranzuschreiten, wenn es genügend Anmeldungen gibt. Für
die voraussichtlich nötige Erweiterung der Schule sind im Haushalt mittelfristig
zwei Millionen Euro bereit gestellt. Doch für das erste Jahr ist eine spezielle
Aufrüstung nicht nötig, wie Braun betonte. »Wir hoffen, dass die gute Nachricht
etwas Druck aus den gerade anstehenden Übertrittzeugnissen nimmt«, meinte
Schelle. Die Eltern der Grundschüler werden in nächster Zeit über die neue
Situation informiert. hol
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