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Aktuelles - 02.03.2010 Wochenanzeiger München: Münchner Wochenanzeiger
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Putzbrunn · Digitale Zukunft
Moderne Lernmethoden halten Einzug in Putzbrunn
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Putzbrunn · »Ich habe den Kran aufgedeckt«, stellt Ludwig mit einem zufriedenen Lächeln fest. Statt Kreide hat der Erstklässler einen elektronischen Zeigestift in der Hand. Und die Tafel, vor der der Schüler steht, ist auch nicht mehr grün, sondern weiß: Mit dieser digitalen Tafel und ihrem digital per Computerprogramm erstellten Bild hat die Zukunft in der Grundschule Putzbrunn Einzug gehalten.
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So macht Schule noch mehr Spaß (v. l.): Grundschulrektorin Michaele Fitz, Lehrerin Gertraud May und Bürgermeister Edwin Klostermeier ließen sich von Drittklässlern eine der elektronischen Tafeln im Einsatz zeigen. Foto: Ka |
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Davon konnten sich Bürgermeister Edwin Klostermeier (SPD), Gemeinderäte
und Presse am letzten Freitagmorgen ein durchaus buntes Bild machen. Rektorin
Michaele Fitz erklärte den Gästen bei einem Besuch die vielen verschiedenen
Vorteile der elektronischen Weißwandtafeln. Die ActivBoards laden die Kinder
tatsächlich mit allen Sinnen zum Mitmachen ein, die Schüler begreifen den
Stoff durch Interaktivität. Die ActivBoards funktionieren wie ein riesiger
Computerbildschirm und vereinen dabei unterschiedlichste Unterrichtsmedien
wie Kreidetafel, Overheadprojektor, Computer, Fernseher, DVD- und CD-Player
in einem einzigen Medium. »Wir sparen dadurch jede Menge Material wie zum
Beispiel Folien«, so die Schulleiterin.
Das Lehrpersonal spart nicht nur Material, sondern auch Zeit. Das aktuelle
Tafelbild kann für das nächste Schuljahr oder auch nur für die nächste Stunde
gespeichert werden. Auf ihm können Texte, Grafiken, Bilder, Animationen,
Musik oder auch Filme präsentiert werden. Letzteres konnten die Besucher
zum Beispiel im Englischunterricht erleben. Dabei sind die Ressourcen schier
unerschöpflich, möglich macht dies eine Datenbank. »Wir haben in der Software
über 60.000 Bilder, das ist ein unheimliches Material«, sagte Gertraud May.
»Ein weiterer Vorteil des Tafelbildes ist, dass man es kranken Kindern nach
Hause schicken kann«, erklärte die Rektorin.
Ihre Schüler weinen den grünen Tafeln mit ihrem Kreidestaub und dem Tafelwischen
keine Träne hinterher. »Das ist cool«, finden die Drittklässler. Ob Müllrallye
oder Geometrie-Unterricht, die elektronischen Tafeln bieten eine Fülle von
Möglichkeiten für einen lebendigen Unterricht. »Die Lehrer sollen nur noch
Lernbegleiter sein«, so Rektorin Michaele Fitz. Die Eltern könnten die Software
sogar kaufen. Die Gemeinde Putzbrunn hat für die moderne Technik tief in
die Tasche gegriffen: Allein im vergangenen Jahr flossen knapp 68.000 Euro
in die Anschaffung von sieben elektronischen Tafeln samt der dazugehörigen
Beamer und Notebooks, die Managementsoftware, Laserdrucker und auch die
Schulung des Lehrkörpers sowie Elektroarbeiten, Lizenzen und Schulmöbel.
Dass dies eine gute Investition in die Zukunft ist, davon sind Schule und
Räte überzeugt. Ka
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