Veröffentlicht am 04.02.2010 00:00

Zum Thema: „Kult soll Kult bleiben – Die Partymeile kämpft gegen die geplante Schließung“

Kult soll Kult bleiben – Dagegen habe ich nichts einzuwenden. Doch was ist eigentlich Kult? Für mich ist Kult ein Trendwort, das sich jedoch meist gegen den aktuellen Trend richtet, bevor er wieder zum Trend wird. Ich denke dabei an Afri-Cola, Knightrider und TKKG-Hörspiele. So gesehen hat die Kultfabrik noch keinen Kultstatus erreicht. Schließen sollte sie meiner Meinung nach trotzdem nicht.

Denn die Kultfabrik ist genau das Richtige für Partyleute, Gelegenheitsclubber oder junge Leute, die einfach mal weggehen wollen und noch nicht so genau wissen, wohin sie eigentlich wollen.

München ist ja auch nicht direkt bekannt für sein ultimatives Nachtleben, so dass so eine Partymeile das Image der Stadt durchaus aufwerten kann. Und gefeiert wird sowieso immer – auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Von Krise war 2009 in Münchens Clubs zumindest nichts zu spüren.

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Nur übertreiben sollte man es nicht, weder mit Schicki-Micki-Discos, noch mit Flatrate-Saufen oder „willenlosen“ Porno-Partys. Dann klappt’s vielleicht auch mal mit dem Kultstatus. Falls nicht, lassen wir einfach den alten Kunstpark Ost wieder aufleben. Dann feiern wir Austropop-Partys im Salon Erna, trinken Limes for free im Babylon und vertreiben uns im Wiesn World die Zeit von der letzten bis zur nächsten Wiesn. Dann wäre alles wie früher, nur anders. Das wäre doch Kult. So seh ich das.

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