Veröffentlicht am 21.01.2010 00:00

München · Redaktionsleiter Carsten Clever-Rott: „Helfen, wo Hilfe gebraucht wird“

Natürlich ist es schwer, nicht „zuzumachen“. Keine Nachrichtensendung der letzten Tage hat nicht von dem schweren Erdbeben und den Folgen für die Menschen in Haiti berichtet. Sondersendungen haben noch tiefere Einblicke gegeben. Eigentlich will man das alles nicht mehr sehen. Zum Glück fragt niemand danach. Denn die Menschen, die weltweit von einer Naturkatastrophe betroffen sind, werden auch nicht gefragt. Die Naturgewalten schlagen rücksichtslos zu, meist ohne Vorwarnung.

Wir hier haben es vergleichsweise gut. Zwar haben die Zerstörungen durch Sturm und Hochwasser in den letzten Jahren hierzulande zugenommen, aber wir mussten keine Zehntausende Opfer beklagen. Was noch wichtiger ist: Die Schäden konnten relativ schnell beseitigt werden.

Haiti – »Helfen, wo Hilfe gebraucht wird«

Themenseite: München hilft Haiti So unterstützen die Münchner die Opfer der Erdbebenkatastrophe

So wird das in Haiti längst nicht funktionieren. Die Infrastruktur der Hauptstadt und weiten Teilen des Landes sind nachhaltig zerstört. Für ein armes Land wie Haiti ist das eine Zerreißprobe. Sicher, irgendwann wird alles wieder mehr oder weniger gut funktionieren, aber die Menschen benötigen jetzt Nahrung, Medikamente und ein Dach über dem Kopf, nicht irgendwann. Deswegen sind sie jetzt auf Hilfe angewiesen. Hilfe von denen, die etwas geben können, und das sind wir. Mit vorbildlichen Initiativen, zum Beispiel in Harthof-Hasenbergl oder im pep, wird ein Zeichen gesetzt. Wer schnell hilft, hilft doppelt. So seh ich das.

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