Ich habe den Eindruck, das Suchtverhalten in unserer Gesellschaft wird stärker. Waren es früher Alkohol-, Nikotin- und Drogensucht, die die Ärzte und Sozialarbeiter beschäftigten, so kommen heute Kauf- und Computerspielsucht hinzu. Warum das so ist, weiß man nicht genau. Ist es die zunehmende Vereinsamung und Isolierung der Menschen in den Städten? Keine Zukunftsperspektiven? Sind es fehlende Werte? Haltlosigkeit aufgrund fehlenden Glaubens?
Therapien sind erfolgreich, doch sollte es eigentlich gar nicht erst dazu kommen müssen. Wehret den Anfängen wäre besser, aber wie? Verbote helfen nur bedingt, aber Alkoholkonsum als normal anzusehen und Rauchen zu verteufeln ist schon seltsam.
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Und was tun gegen Computerspielsucht? Zumindest bei Kindern scheint ein Grund der Mangel an attraktiven Alternativbeschäftigungen zu sein. Bolzplätze und Murmelspiele können da nicht mehr mithalten, Eltern sind oft hilflos. Sinnvoll erscheint in diesem Zusammenhang die Kampagne Schau hin! Was deine Kinder machen, eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Die Band Pur singt: Was uns treibt, was uns übrig bleibt, in der bemess'nen Zeit, ist Menschlichkeit. Vielleicht ist es das, was uns allmählich abhanden kommt. Mehr auf den anderen schauen, sich Zeit nehmen für andere wäre ein erster Schritt. So seh ich das.