Veröffentlicht am 26.11.2009 00:00

München · Redakteurin Stefanie Moser zum Thema: Eishockey in München

„Wenn Eishockey einfach wäre, würde es Fußball heißen“, sagt mein Bruder immer. Zusammen mit anderen EHC-Fans stimmt er sich schon kräftig auf das Spiel gegen Kaufbeuren am Freitag ein, bei dem die Hütte wieder voll und der Zuschauerrekord von 6.012 Zuschauern gebrochen werden soll. Solche Fanaktionen sind ja prinzipiell sehr löblich. Doch stellt sich die Frage, weshalb sie überhaupt nötig sind.

Warum sind die Zuschauerzahlen in München im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten so niedrig? Gut, wir haben zwei große Fußballvereine, aber die gibt es zum Beispiel in Berlin auch, und zu den Eisbären kommen trotzdem rund 13.000 Zuschauer pro Spiel. Der Schnitt in München liegt dagegen bei 2.023 Zuschauern. Und er wäre vermutlich nicht viel höher, wenn der EHC in der DEL spielen würde (was ja wiederum nicht nur vom sportlichen Erfolg, sondern auch von der Finanzierung abhängt).

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Vielleicht stellt ja die Eishockey-WM, die nächstes Jahr in Deutschland stattfindet, eine Chance dar. Denn wie es scheint, löst die WM eine regelrechte Begeisterungswelle aus – für das Eröffnungsspiel auf Schalke wurden bereits über 60.000 Karten verkauft.

Am 7. Mai 2010 soll der aktuelle Zuschauer-Weltrekord von 74.554 Fans geknackt werden. Ein Boom, der sich hoffentlich auch auf München überträgt: damit Eishockey auch hier den Stellenwert erreicht, den es verdient. So seh ich das.

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