Veröffentlicht am 29.10.2009 00:00

München · Johanniter suchen Spürnasen

Rettungshunde sind darauf trainiert, große Gebiete nach Vermissten und Verunglückten abzusuchen.  (Foto: Johanniter)
Rettungshunde sind darauf trainiert, große Gebiete nach Vermissten und Verunglückten abzusuchen. (Foto: Johanniter)
Rettungshunde sind darauf trainiert, große Gebiete nach Vermissten und Verunglückten abzusuchen. (Foto: Johanniter)
Rettungshunde sind darauf trainiert, große Gebiete nach Vermissten und Verunglückten abzusuchen. (Foto: Johanniter)
Rettungshunde sind darauf trainiert, große Gebiete nach Vermissten und Verunglückten abzusuchen. (Foto: Johanniter)

Rettungshunde sind Helden auf vier Pfoten. Ob vermisste Kinder, Demenzkranke oder Unfallopfer – sie finden Menschen in Not. Mit einem Casting am Sonntag, 8. November, sucht die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. aus München neue Spürnasen. „Wir haben zwei sehr erfahrene, vielfach geprüfte Teams, sowie mehrere Teams in der Ausbildung“, erzählt Staffelleiter Alexander von Gneisenau.

„Neue Rettungshunde und Hundeführer sind für uns aber enorm wichtig, um die Leistungsfähigkeit der Staffel weiter auszubauen.“

Die Johanniter laden daher am 8. November um 9 Uhr zum 1. Rettungshunde-Casting in die

Schäftlarnstraße 9 ein. Dort werden Neuanwärter ausführlich über die ehrenamtliche Arbeit

informiert und können einige praktische Übungen absolvieren, um einen Eindruck von Hund

und Mensch zu vermitteln. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, wohl aber eine Anmeldung

unter Telefon 72 01 10 oder per E-Mail an info@rettungshunde-johanniter.de .

Geachtet wird beim Casting auf die Verträglichkeit und Motivierbarkeit der Hunde sowie die

Harmonie von Mensch und Tier. Prinzipiell sind fast alle Hunderassen geeignet, die nicht zu

groß oder zu klein sind. Die Hunde sollten zu Beginn der Ausbildung maximal drei Jahre alt,

sowie aufmerksam und lernwillig sein. Eine gewisse Wetterfestigkeit und Sportlichkeit der

Besitzer schadet nicht. Diese sollten zweimal wöchentlich am Training teilnehmen können

und nach abgeschlossener Ausbildung der Staffel für Einsätze zur Verfügung stehen.

Wie die Ausbildung der Teams aussieht, erklärt von Gneisenau: „In der rund zweijährigen

Ausbildungszeit werden neben der Flächen- und Trümmersuche auch Orientierung und

Kartenarbeit unterrichtet. Zudem stehen Sprechfunk, Trümmerkunde, Erste Hilfe an Mensch

und Hund, Kynologie, Unterordnung und Gerätetraining auf dem Ausbildungsplan. Das alles

hört sich viel an, ist aber innerhalb von zwei Jahren gut zu schaffen. Die meisten Mitglieder

der Staffel sind berufstätig und haben Familie und Kinder. Bei uns sind alle Altersgruppen

aktiv – unser jüngstes Mitglied ist 16 Jahre alt.

Durch die gemeinsame Arbeit rücken Hund und Mensch näher zusammen und können schließlich als Team Menschenleben retten.“ Die oberbayerischen Rettungshundestaffeln der Johanniter wurden 2008 durch eine Staffel in München ergänzt. Sie stehen zur Vermisstensuche im Wald und auf Trümmern, aber auch für Einsätze im In- und Ausland zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Rettungshundestaffel der Münchner Johanniter unter www.rettungshunde-johanniter.de .

north