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Schwabing · Rallye auf dem BürgersteigPrivatautos und Postfahrzeuge sorgen an der Saarstraße für Verkehrschaos Die unerträgliche Situation hat gleich mehrere Schwabinger auf den Plan gerufen, Anwohner beschweren sich beim Bezirksausschuss und in der Bürgerversammlung. Wie etwa Karin B., deren Antrag zum Verkehrschaos durch Falschparker bei der Bürgerversammlung von den Schwabingern mehrheitlich befürwortet wurde. Postfahrzeuge sowie private Pkw würden zu beiden Seiten parken, auch mit den rechten Rädern auf dem extrem breiten Gehweg, sagt Karin B. Einige würden sogar die rund 20 Meter bis zur Bushaltestelle auf dem Gehsteig fahren. Damit würden wiederum Passanten, Schulkinder und Radler behindert und gefährdet. Ein weiterer Bürgerantrag zu dem Thema wurde bereits im September an den Bezirksausschuss Schwabing-West (BA 4), gerichtet. Die Antragstellerin bemängelt darin die zum Teil wohl rasante Fahrweise der Postler. Sie verweist hier sogar auf Reifenspuren, die sich auf dem Fußweg befinden. Zusätzlich komme es zu Lärmbelästigung durch Postlieferungen ab 4.30 Uhr morgens. Auf dem Gelände des Postamtes 40 an der Angererstraße werden voraussichtlich noch vor Jahresende Abrissarbeiten beginnen, um dort neue Wohnungen und einen Supermarkt zu errichten. Der während der Bauphase dort eingerichtete provisorische Postcontainer kann nicht alle Funktionen übernehmen. Daher wurde die Außenstelle an der Saarstraße eingerichtet. Während der Bürgerversammlung sagte der BA-Vorsitzende Dr. Walter Klein, das Stadtteilgremium sei davon ausgegangen, dass Geschäftskunden den Parkplatz im Inneren des Areals an der Saarstraße anfahren würden. Diese Abstellmöglichkeit sei jetzt aber nur für die Post selbst reserviert. Um die Situation zu verbessern habe der BA einen Antrag an die Stadtverwaltung und an die Post gestellt. Post-Pressesprecher Klaus-Dieter Nawrath sagte auf Anfrage der Schwabinger Seiten, dass der Post die Verkehrssituation bekannt sei und man auch schon reagiert habe: Im August seien Kurzzeitparkplätze beantragt worden sowie eine Bordsteinabsenkung für zwei Kundenparkplätze. Momentan würden beide Anträge von der Stadt München bearbeitet. Nawrath sagt, er könne zwar nicht für alle Postfahrer die Hand ins Feuer legen, es gebe aber keine Bestätigung, dass es gerade die Postfahrer seien, die dort im Halteverbot parken würden. Vielmehr kann er sich vorstellen, dass dort kurz zur Paketauslieferung gehalten werde, was nichts mit dem neuen Poststandort zu tun habe, sondern auch vorher schon der Fall gewesen sei. Die Post hat laut Nawrath vorher zahlreiche andere Objekte als Standort unter die Lupe genommen. Für die Saarstraße habe man sich letztlich wegen der guten Erreichbarkeit entschieden. Und man könne es leider nie allen hundertprozentig recht machen, entgegnet der Pressereferent lakonisch. Kirsten Ossoinig
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