Veröffentlicht am 21.07.2009 00:00

München Ost · 2012 statt 2009

Das ­Michaeligymnasium wird so ausgebaut, dass es künftig 55 statt heute 47 Klassen beherbergen kann. Das ist die gute Nachricht, die die CSU-Stadträte Beatrix Burkhardt und Georg Kronawitter von der Stadtschulrätin Elisabeth Weiß-Söllner auf ihre Anfrage zur Raumsituation am Michaeligymnasium bekommen haben.

Die schlechte Botschaft: nicht 2009, wie am 27.06.2007 den Stadträten im Schulausschuss zugesagt worden war, werden die neuen Klassenzimmer zur Verfügung stehen, sondern erst 2012. Zwar findet sich das Datum »Herbst 2009« in der Antwort der Stadtschulrätin: dann sollen dem Stadtrat aber erst die Ergebnisse der »Untersuchungen und Vorplanungen« dargestellt werden, die das Baureferat »unverzüglich« nach dem 2007er-Stadtratsbeschluss eingeleitet hat.

Diese hätten ergeben, dass bei einer derartigen Steigerung der Zahl der Klassenräume auch die Fachräume, die EDV, die Gas- und Elektroversorgung erweitert werden müssen. Außerdem muss neben der bestehenden Doppelsporthalle eine weitere Einfachsporthalle errichtet werden.

Burkhardt ist verwundert, warum nicht schon 2007 »die Selbstverständlichkeit klar war, dass acht neue Klassen sich auch auf die Fachräume auswirken müssen.« Zusätzliche Brisanz enthält das Schreiben dadurch, dass dieselbe Verzögerung auch bei der Erweiterung des Bogenhausener Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums ins Haus steht.

»Diese Antwort ist eine einzige Enttäuschung für hunderte Familien im Münchner Osten und insbesondere in der kinderreichen Messestadt Riem, die sich heute schon wie auf einem Verschiebebahnhof vorkommen«, ergänzt der Truderinger Stadtratskollege Kronawitter.

Er weist darauf hin, dass die beiden Schul-Erweiterungen gerade einmal ein Jahr vor der Eröffnung des neuen Truderinger Gymnasiums kommen: »Das kann man doch den Bürgern nicht vermitteln!«.

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