Was bewegt die Gemüter im Millionendorf? Jede Woche geht das Team des SamstagsBlatts auf die Straße, um die Münchner nach ihrer ganz persönlichen Meinung zu fragen. Diese Woche wollten wir von Ihnen wissen, ob München etwa kleinlich oder eher von Toleranz geprägt ist?
Claudia, 31, Laim, Im Bezug auf Kinder gibt es schon viel Intoleranz. Erst vor kurzem war ich mit meiner kleinen Tochter in einem Geschäft. Eine ältere Frau hat sich furchtbar aufgeregt, weil die Kleine gequengelt hat. Nicht gerade verständnisvoll
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Heinz, 74, Denning, Schwer zu sagen, denn Toleranz hat ja mehr was mit den Leuten zu tun, als mit der Stadt. Generell finde ich aber, dass man in München schon tolerant behandelt wird und die Leute weitestgehend leben können, wie sie wollen.
Yella, 21, Schwabing, In meinem Umfeld eigentlich schon. Aber ich finde, München könnte sich trotzdem auch noch was bei anderen Städten abschauen. In Köln zum Beispiel gehen die Menschen noch viel toleranter miteinander um.
Michael, 23, Forstenried, Ich finde schon. Spießer gibt es zwar überall, aber gerade im Hinblick auf Homosexualität ist München schon sehr offen. Das sieht man auch daran, wie groß der Christopher Street Day jedes Jahr gefeiert wird.
Carola, 39, Untergiesing, Jein. Es gibt hier schon viele tolerante Menschen, aber leider auch sehr viele mit einem eingeschränkten Blickfeld. Die Stadt an sich ist aber schon offen und andere Lebensstile und Kulturen werden akzeptiert.
Martin, 29, Trudering, Ich finde es gibt hier viel oberflächliche Toleranz. Einige Leute geben sich zwar nach außen hin offen und verständnisvoll, aber das ist leider allzu oft nur aufgesetzt und in Wirklichkeit wird etwas ganz anderes gedacht.