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Momix im Deutschen TheaterChoreograph Moses Pendleton im SamstagsBlatt-Interview SamstagsBlatt: Mr. Pendleton, wie kamen Sie auf den Namen Momix? Pendleton: Ich wuchs in einem Milchviehbetrieb auf und „Momix“ war ein Nahrungsergänzungsmittel, das wir den Kühen gaben, um ihre Milchproduktion anzukurbeln. Deshalb dachte ich immer, es wäre eine Art Elixir, so etwas wie ein Aufputschmittel. Aber ich kam erst auf die Idee, als ich eines Tages versuchte, meine Shows zu beschreiben, Momix ist kurz für „eine Mixtur aus Dingen von Moses“. Das „Mo“ steht außerdem für „motion – Bewegung“ und „Mosaik“. Der „mix“ bezieht sich nicht ausschließlich auf eine Sache, sondern auf Körper, Requisiten, Lichtstimmungen, Musik und Bilder, die ich alle in die Retorte packe und durchschüttle – wie bei der Alchemie. SamstagsBlatt: Woher kommen die Ideen für Ihre phantasievollen Shows? Pendleton: Ich neige dazu, sie in meinem eigenen Hinterhof zu finden, ein sehr großer Garten, mit Sonnen- und Ringelblumen. Dort sehe ich die Formen der Natur. Ich versuche aber auch, Ideen von meinen Tänzern und anderen Mitarbeitern und aus allem, was mir das Leben auf irgendeine Arte und Weise in die Hände legt, zu beziehen. SamstagsBlatt: In welche Kategorie sind Ihre Choreographien einzuordnen? Akrobatik, Illusionstheater etc? Pendleton: Wieso einordnen? Viele meiner Stücke setzen sich über jegliche Form der Klassifizierung hinweg und das ist es, was sie so lebendig macht. Man kann sie einfach in keine Schublade stecken. SamstagsBlatt: Was erwartet den Zuschauer bei Best of Momix? Wie haben Sie das Best of Programm ausgewählt? Pendleton: Die Zuschauer sollten darauf gefasst sein, unaufhörlich überrascht zu werden. Ich wählte das Programm vor allem danach aus, dass sich das Publikum von Höhepunkt zu Höhepunkt bewegen kann. Es ist im Grunde eine Aneinanderreihung von Stücken, die so aufgebaut ist, dass ein hohes Niveau an Spannung und Genuss aufrecht erhalten wird. SamstagsBlatt: Arbeiten Sie an einer neuen Choreographie? Um was wird es dabei gehen und in welche fremden Welten führt dann diese Reise? Pendleton: Ich habe gerade erst ein abendfüllendes Stück vollendet, „Botanica“. Es wird jetzt Premiere in New York haben. Wir haben drei Jahre lang experimentiert und auch unsere Erfahrungen aus dem Leben mit der Natur in das Projekt einfließen lassen. Die Welt, in die „Botanica“ entführt, ist keineswegs fremd, obwohl man nicht aufhören kann, davon Notiz zu nehmen. Es geht um den Kreislauf der Jahreszeiten, in dem die Erde die Sonne umrundet, um das Prinzip des Wachsens und der Ausprägung der Natur sowie um Energie der Sehnsucht. Betrachten Sie es einfach als „pflanzliche Zugabe“. Weiterlesen
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