Während noch frühere Musik nur darstellte und erzählte, kommt bei der Johannespassion von a Burck schon Deutung hinzu: Die Musik soll die Vorgänge sinnfällig machen und veranschaulichen. Bei Demantius geht dies noch eine Stufe weiter: Neben die liturgische Darstellung tritt das dramatische und gefühlshafte (Nach)Erleben. Die fünfstimmige Motette »Tristis est anima mea« (Traurig ist meine Seele) stammt von Joachim Kuhnau, der Vorgänger J. S. Bachs als Kantor der Leipziger Thomaskirche war. Von Mendelssohn Bartholdy erklingt unter anderem sein Abendsegen. Alle Werke werden a cappella gesungen. Der Eintritt ist frei.