Veröffentlicht am 25.02.2009 00:00

Harlaching · Besonderes Engagement wird belohnt

Die Frau des Bundespräsidenten Eva Luise Köhler und Gisela Rockola.   (Foto: Privat)
Die Frau des Bundespräsidenten Eva Luise Köhler und Gisela Rockola. (Foto: Privat)
Die Frau des Bundespräsidenten Eva Luise Köhler und Gisela Rockola. (Foto: Privat)
Die Frau des Bundespräsidenten Eva Luise Köhler und Gisela Rockola. (Foto: Privat)
Die Frau des Bundespräsidenten Eva Luise Köhler und Gisela Rockola. (Foto: Privat)

Mit dem »HanseMerkur Preis für Kinder- und Jugendschutz 2008« ist jetzt das enorme Engagement einer Frau ausgezeichnet worden, die sich unermüdlich für andere Menschen einsetzt.

Im zehnten Jahr steht Gisela Rockola Drogenabhängigen und ihren Angehörigen zur Seite. Dafür erhielt sie in Hamburg aus den Händen von der Frau des Bundespräsidenten und Schirmherrin des Preises, Eva Luise Köhler, eine Anerkennungsurkunde und einen Geldpreis. In ihrem Grußwort sagte Eva Luise Köhler: »Mein Respekt gilt auch Ihnen, sehr geehrte Frau Rockola, dass Sie Schmerz und Leid nach dem Drogentod Ihres einzigen Sohnes positiv gewendet haben und mit beeindruckender Beharrlichkeit eine ›Drogen-Soforthilfe‹ in München aufbauen konnten, die auch beispielhaft mit dem Präventionsprojekt Inside@School an Schulen in der bayerischen Landeshauptstadt wirkt. Dass viele Betroffene jetzt schneller und unbürokratischer an Entzugs- und Therapieplätze kommen, ist auch Ihrem persönlichen Einsatz zu verdanken.«

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Diesen leistet die Harlachingerin nach dem tragischen Tod ihres Sohnes ohne Unterlass.

Justin Rockola starb am 9. Januar 1999 im Alter von nur 19 Jahren. Als seine Eltern in der Weihnachtszeit nach fieberhafter Suche einen Platz zum Drogenentzug gefunden hatten, war es für ihren Sohn bereits zu spät. »Ich will anderen helfen, dass ihnen das nicht passiert«, sagt Gisela Rockola.

Wer von den Drogen wegkommen und einen Entzug machen wolle, solle binnen ein bis zwei Tagen einen stationären Platz bekommen. Um den Menschen, die sie brauchen, die Hilfe zu geben, die ihren Sohn nicht mehr erreicht hat, gründete Gisela Rockola nach seinem Tod den Verein »Justin-Rockola-Soforthilfe e.V.«. Mit ihrer Leidenschaft für das Projekt steckt die engagierte Frau seit fast zehn Jahren immer wieder andere Menschen an. So stehen ihr im Vereinsvorstand Prof. Dr. Klaus Lohe sowie der Rechtsanwalt Ernst Tandler oder im Büro Ursula Gabler ehrenamtlich jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Unermüdlich arbeiten Gisela Rockola und all ihre Mitstreiter für den Verein, der 2001 auch das Internetportal www.drogensoforthilfe.de zur schnellen und unbürokratischen Vermittlung von Entzugs- und Therapieplätzen ins Leben gerufen hat. Seit 2005 engagiert sich der Verein zudem durch die Finanzierung von Sozialarbeitern an sieben Münchner Schulen in der Präventionsarbeit. »Dabei geht es heute nicht nur um Drogen, sondern auch um Alkohol, Gewalt und Essstörungen«, so Gisela Rockola über das Projekt in Zusammenarbeit mit Condrobs. Um immer wieder Mittel für die umfangreiche Arbeit hier und bei den anderen Vereinsprojekten zu bekommen, ist die »Justin-Rockola-Soforthilfe e.V.« auf Spenden und Sponsoren angewiesen.

Einmal im Jahr liest etwa Senta Berger für den guten Zweck und ebenfalls einmal jährlich gibt es ein Benefiz-Golf-Turnier im Münchner Golf-Club in Straßlach. Die Werner-von-Siemens-Realschule wiederum veranstaltet einen Sponsorenlauf und viele weitere bekannte und unbekannte Namen unterstützen Gisela Rockolas Einsatz. Sie wird ihn unermüdlich weiterführen.

»Ich möchte anderen Menschen mit meinem Beispiel auch Mut und Kraft geben«, sagt sie. Wenn sie Dankesschreiben erreichen, weiß die Harlachingerin: »Mein Sohn ist nicht umsonst gestorben.«

Ka

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