Schwabing war Tatort - Schwabinger Schicksale 1933 bis 1945. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe mit Autorinnen und Autoren des Buches »Ausgegrenzt entrechtet deportiert. Schwabing und Schwabinger Schicksale 1933 bis 1945« lädt die VHS am Dienstag, 3.,10. und 17. Februar jeweils von 19 bis 21 Uhr wieder in die Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b.
Am Dienstag, 3. Februar schildert der Zeitzeuge und Theresienstadt-Überlebenden Werner Grube seine Erlebnisse als Kind im jüdischen Kinderheim in Schwabing, in der »Judensiedlung Milbertshofen« und die Schrecken der Deportation. Die Herausgeberin des Buches, Ilse Macek, erläutert weitere Details zur Verfolgung der jüdischen Kinder in Schwabing. Sabine Behrendt, Lehrerin am Oskar-von-Miller-Gymnasium, Christina Rausch, Verena Schneeweiß und Andrea Weber, ehemalige Schülerinnen am Oskar-von-Miller-Gymnasium, berichten an diesem Abend auch über die Situation jüdischer Schülerinnen und Schüler in der NS-Zeit am Schwabinger Alten Realgymnasium, wie das Oskar-von-Miller Gymnasium bis 1966 hieß.
Am 10. Februar schildern Brigitte Gmelin und Dr. Anna-Jutta Pietsch die Verfolgung von politisch Andersdenkenden wie Sozialdemokraten und Kommunisten.
Am 17. Februar werden die Schicksale anderer Opfergruppen wie Zeugen Jehovas, Christen und Homosexuelle von Christoph Wilker, Dr. Willibald Karl und Albert Knoll vor Augen geführt.
Die Veranstaltungen sind gebührenfrei. Information und Anmeldung unter Telefon 318 11 53 18.