Jetzt ist schon wieder das neue Jahr da, dann steht der Fasching an, davor und danach ist Skisaison, am Aschermittwoch gibts das gewohnte Geplärre in Passau und einen Fisch gibts auch. Dann ist auch schon Ostern, Eier, Narzissen, das ganze Programm. Dann kommt der Theresienwiesenflohmarkt und dieses besondere Fest, das zwar keinen interessiert, aber trotzdem Bestand hat wie Beton: das Frühlingsfest.
Dann Pfingsten, die erste große Reisewelle, und dann ist auch schon bald Stadtgeburtstag, die Biergärten haben längst Saison, der Sommer naht vollends. Ja und dann steht auch schon der Taktgeber im Münchner Jahr an: die Wiesn. Damit geht auch schon die große Zeit der Schaufensterumdekorierung an. Erst Brezn und Maßkrüge mit Watte drin, die Schaum darstellen soll, danach gehören Kastanien und braunrote Kastanienblätter zur Pflicht, die aber ziemlich schnell den Kürbissen und allem anderen Halloween-Kram weichen müssen, der dann wiederum bald ausgetauscht wird: mit Nikoläusen und Tannenzweigen und Glitzerglump. Sie merken: Uns steht ein ganz besonderes Jahr ins Haus, es wird viel von der Krise geredet werden, weswegen bald auch die Krise kommt. Es wird wieder geraucht werden dürfen in den Boazn und dann wieder doch nicht. Eine Wahl gibts auch noch. Zwischendrin sagen alle, so schlimm sei es auch wieder nicht, wir Münchner hätten es ja noch ganz gut erwischt.
Nein, ich freue mich über das neue Jahr, auch wenn ich in diesen Tagen schief angeschaut werde ob meiner Neujahrswünsche: Was will der denn am dritten Januartag noch immer mit seinem ewigen Aguatsneis? Ist doch ein alter Hut, oder meint er 2010?
Seis drum: Ich wünsche Ihnen, liebe treue Leserin und lieber treuer Leser, ein gutes Neues. Eins, das ganz Ihren Wünschen entspricht. Auf dass Sie gesund bleiben, sich in unserer Stadt weiter wohl fühlen und immer wieder eine Mordsgaudi erleben! Falls Ihnen das jetzt ein wenig spät daher kommt ist ja schließlich schon der Dritte dann macht das nichts!
Auch fürs nächste Jahr jetzt schon: Alles Gute!