München Bauen in Deutschland findet weitgehend nach ökonomischen Kriterien statt. Ökologische Ansätze oder konsequent an Gesundheit und Umwelt orientierte Gebäude sind leider nach wie vor Mangelware. Der Bundesverband Gesundes Bauen und Wohnen e.V. schätzt, dass von den jährlich fertiggestellten Wohnungen allenfalls 1-2 Prozent baubiologisch-ökologischen Anforderungen gerecht werden.
Angesichts zunehmender gesundheitlicher Probleme und wachsender Umweltverschmutzung müssen endlich auch am Bau gesundheitliche und ökologische Gesichtspunkte Grundlage der Planung werden. Bauskandale, verursacht durch PCP, Lindan, Asbest oder Formaldehyd in Baustoffen, dürfen sich nicht mehr wiederholen.
Ökologie am Bau darf sich nicht auf Wärmedämmmaßnahmen und sparsame Heizkessel beschränken. Es ist höchste Zeit, alle gesundheitlich und ökologisch relevanten Faktoren in die Planung einzubeziehen. Die Menschen wollen in vier Wänden leben, von denen keine schädlichen Einflüsse ausgehen und welche die Belastung der Umwelt auf das unvermeidbare Maß beschränken.
Nach baubiologischen Grundsätzen errichtete Gebäude bieten diese Voraussetzungen. Umweltbewusste Planung vom Keller bis zum Dach, erneuerbare Energien und schonend aus der Natur gewonnene Materialien sind die Grundpfeiler, ganzheitliche Betrachtungsweise das verbindliche Leitmotiv. Gesund und ökologisch verträglich bauen ist kein Buch mit sieben Siegeln.