Beim Einhängen eines zirka vier mal vier Meter großen Fassadenteiles ist am Donnerstag, 24. Juli, ein mit einem Kranausleger bestückter Minibagger auf einer Großbaustelle in der Münchner Altstadt am Oberanger umgestürzt. Ein 30-jähriger Selbstständiger, der sich im Arbeitsbereich des Baggers befand, wurde dabei unter dem umgestürzten Bauelement eingeklemmt.
Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehrkräfte konnten Bauarbeiter den Mann befreien. Das Notarztteam Mitte übernahm die medizinische Erstversorgung des Mannes und brachte ihn anschließend zur Weiterversorgung in ein Münchner Krankenhaus. Der 30-Jährige erlitt bei dem Unfall mittelschwere Verletzungen am rechten Bein.
Vom K 13 der Münchner Kripo wurden vor Ort die Ermittlungen aufgenommen und zusammen mit dem Gewerbeaufsichtsamt vor Ort festgestellt, dass es aufgrund einer Lastenüberschreitung zum Unfall des Krans gekommen war. Normalerweise wird dies von einem automatischen Begrenzer verhindert. Warum dieser nicht funktionierte und den Kran nicht automatisch abschaltete, müssen die weiteren Ermittlungen klären. Gegen den Kranführer wird wegen eines Vergehens der Baugefährdung ermittelt.