Endlich bricht der bislang hauptsächlich für seinen skurrilen Wortwitz bekannte Kabarettist Ludwig W. Müller einmal alle Regeln des guten Geschmacks. Und redet völlig ohne jedes Tabu über das Thema, das uns im Grund am allermeisten interessiert: Die Kohle. Oder besser: über Minus und Miesen, Pleite- und Geschäftemacher, den täglichen Beschiss.
Und die Feststellung: wer brav und fleißig einfach nur seine Arbeit macht, hat alles getan, um verarmt und einsam zu krepieren. Am Montag, 4. August, ist Müllers Ein-Mann-Abrechnung über Geiz und Gier »Total brachial« (ausgezeichnet mit dem Salzburger Stier 2008) in der Lach & Schieß in der Ursulastraße 9 zu sehen. Über »Die Zuzibilität der Weißwurscht« macht sich dort Christian Überschall seine Gedanken: jeden Sonntag im August, 3., 10., 17., 24. und 31. August.
In diesem schon fast legendären Programm rechnet der Exil-Berner mit Bayern und seinen Bewohnern, insbesondere deren Trink-, Sprach- und Denkgewohnheiten, ab. Außerdem geht er einer gewissen Orientierungslosigkeit nach, die sich in der Häufigkeit des Satzes Ja wo samma denn? manifestiert. Überschall lebt seit 40 Jahren in Bayern, erst als Steuerberater, seit 15 Jahren als Kabarettist.
Karten für die Veranstaltungen gibt es zu 18/12 Euro unter Tel. 391997. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr.