Wieso ist eigentlich alles so, wie alles so ist eigentlich?: In seinem neuen Programm So gibt man dem Leben seinen Sinn versucht der österreichische Kabarettist Severin Groebner die Frage aller Fragen zu beantworten. Er durchstöbert daher sein Gehirn nach sinnstiftenden Gedanken und findet sich plötzlich in einer Geschichte wieder, in der depressive Superhelden auf Guerilla-Gärtner treffen und TV-Formate ohne Gewissen auf U-Bahn-Tunnel ohne Strom.
Dazu präsentiert der vielfach preisgekrönte Kabarettist Lieder, ein Happy End und natürlich jede Menge Sinn. Am Montag, 5. Mai, stellt Groebner sein neues Typenkabarett in der Lach- & Schießgesellschaft in der Ursulastraße 9 vor ab 20 Uhr. Was er, der derzeit in Mainz lebt, in der kommenden Woche ansonsten so treibt in München und worauf er sich während seines Kurzaufenthalts in der Stadt besonders freut, hat er exklusiv fürs SamstagsBlatt aufgeschrieben.
Wenn es das Wetter zulässt, dann freu ich mich natürlich auf die schönste Attraktion, die München in der schönen Jahreszeit zu bieten hat: auf einen ausgedehnten Spaziergang an der Isar mit anschließendem Biergartenbesuch. Je nach Kondition und Durst werde ich entweder schon am Nockherberg einkehren oder eine halbe Stunde später im Biergarten bei der Brudermühlbrücke. Eine Halbe und ein Grillhendl mit Kartoffelsalat gehören für mich zu einem gelungenen München-Tag einfach dazu wie der blitzblaue Himmel und die Isar.
Aber auch wenns regnet, wird mir nicht fad werden. In der Neuen Pinakothek beispielsweise gibt es eine Ausstellung mit dem schönen Titel In der Hölle der Gemütlichkeit, die Salonmalerei aus dem Ende des 19. Jahrhunderts zeigt. Da kann ich mir dann anschauen, ob die guten alten Zeiten wirklich so gut waren. Oder einfach nur alt.
Das Münchner Dokumentarfilmfestival läuft auch noch bis zum Mittwoch, und da gibt es Streifen über so erfrischende Menschen und Dinge wie Vaclav Havel, Max Frisch und die Herstellung eines Steinway Flügels. Aber auch so ernüchternde wie über das System Putin in Russland und das Gefängnis Abu Ghraib im Irak.
Wenn ich dann etwas zum Lachen brauche, werde ich zum Kollegen Helmut Schleich ins Theater im Fraunhofer weiterwandern. Sein Programm Der allerletzte Held wurde mir schon so oft empfohlen, dass ich mich schon freu, ihm beim heldenhaften Arbeiten zusehen zu dürfen.
Nur am Montag wird das wohl nichts werden. Erstens spielt er da nicht, zweitens steh ich da selber auf der Bühne der Lach- und Schießgesellschaft. Da können Sie, liebe Leserinnen und Leser, ja mal vorbeischauen...