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Münchner Zentrum - Jubiläum der Protestanten200 Jahre evangelische Kirchengemeinde
Pfarrer und Studiendirektor i. R. Armin R. Kitzmann hält bereits am Montag, 3. Juli, 19 Uhr, einen Vortrag zur Geschichte der Kirchengemeinde in München mit dem Titel »Vom Schloss in die Stadt – 200 Jahre Protestantische Stadtpfarrei München« in der Evangelischen Stadtakademie München. Über 225 Jahre hinweg war Altbayern und damit auch die Residenzstadt München katholisch. In dieser Zeit war es nicht möglich, als Protestant das Bürgerrecht zu erwerben oder Besitzungen selbständig zu verwalten. Die große Wende tritt ein, als Kurfürst Max IV. Joseph mit seiner lutherischen Gemahlin Friederike Wilhelmine Karoline in München einzieht – denn die Kurfürstin hatte sich in einem Ehevertrag das Recht aus Ausübung ihres lutherischen Glaubens zusichern lassen. Im Schloss Nymphenburg findet 1799 deshalb der erste offizielle evangelische Gottesdienst in München statt. Als der Hofstaat in die Residenz zieht, wird dort die Hofkirche der Kurfürstin eingeweiht. Sie wird für alle Evangelischen bei Hofe, aber auch für die Protestanten aus der Stadt, geöffnet. Der Kabinettprediger der Kurfürstin, Ludwig Friedrich Schmidt, versteht sich aber auch als Seelsorger der evangelischen Bürger. Trotzdem bleibt die Gemeinde zunächst eine Hofgemeinde. Mit dem Dekret im Königlich-Bayerischen Regierungsblatt ändert sich die Situation. Am 5. Juli 1806 wird die Errichtung einer »protestantischen Pfarrgemeinde« in München bewilligt. Die Hofkirche und Pfarrei werden vereint, der Kabinettsprediger wird gleichzeitig Stadtpfarrer. Von diesem Zeitpunkt an stehen den protestantischen Geistlichen die gleichen Rechte zu wie den katholischen Pfarrern. Weiterlesen
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