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München – Unplugged am bestenDie „Ten Tenors“ begeistern ihre Fans
Dazwischen lagen knapp zwei Stunden Musik-Unterhaltung pur, eine bunte Mischung altbekannter und neuer Songs in neuen oder bekannten Arrangements aus Pop, Rock, Folk, Jazz und Oper. Die zehn Tenöre sangen vor allem unisono, in Gruppen oder gemeinsam, begleitet von ihrer vierköpfigen Combo mit Klavier, Keyboards, Bass und Schlagzeug. Schnell wünschte man sich, die zehn Australier ohne Mikrofon zu hören, denn es wurde deutlich, dass sich bei einigen von ihnen hervorragende Stimmkultur mit klassischer Bühnenerfahrung paart. Statt wie noch bei ihrer Tour „One is not enough“ überwiegend spritzige italienische Opern-Medleys, mussten jetzt drei Tenor-Arien reichen. Dafür war mehr Raum für Song-Arrangements, die dann bestachen, wenn einzelne solistisch hervortraten und zart begleitet wurden. Etwa im Louis-Armstrong-Song „We Have All The Time in the World“ oder in dem wirklich schönen korsischen Lied „Stonde“, das die Ten Tenors auch als hervorragenden Background-Chor präsentierte. Es waren die ruhigeren Nummern, die überzeugten, allerdings auch durch die zu große Grundlautstärke in ihrer Wirkung zerstört wurden. Die Tontechnik trug viel dazu bei, dass oft genug die Textverständlichkeit im Raumsound unterging. Zum absoluten Höhepunkt wurde neben „Stonde“ aber die „Bohemian Rhapsody“, in der man meinte, dass hier Freddie Mercury selbst sänge. Perfekt und mitreißend auch, wie David Kidd hier für vier Takte Abbas „Mamma Mia“ zitierte. Zwar schienen die zehn Tenöre in ein Choreographie-Korsett gezwängt, aber zunehmend kamen mehr individuelle Züge und Befindlichkeiten über den Bühnenrand. Da wurden aus den zehn Tenören durchaus zehn individuelle, sympathische Typen, die ihre Fans überzeugten. Von Angela Boschert Weiterlesen
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