Am Freitag, 10. Februar, 10.30 Uhr lädt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in das Landesamt für Vermessung und Geoinformation in der Alexandrastraße 4. Wissenschaftler und interessierte Laien können sich dort ausführlich über Technik und Anwendung des neuen Satellitennavigationssystems Galileo informieren.
Bei der begleitenden Posterausstellung stellen nachmittags einzelne Forschergruppen ihre Ideen und Anwendungen zu Galileo vor. Der Workshop ist nach Anmeldung kostenlos. Anmeldung bei Dr. Günther Weiß, Tel. 2 89-2 25 06.
Die Europäische Union hat das Satellitennavigationssystem Galileo entwickelt und finanziert. Ende 2005 ist der erste Testsatellit erfolgreich in eine Umlaufbahn gestartet, in wenigen Monaten folgt ein zweiter und schon in fünf Jahren sollen uns 30 umkreisen und »alles messen, was messbar ist und messbar machen, was noch nicht messbar ist« (Galileo Galilei, 1564-1642). Galileo, der Satellit, deckt gegenüber GPS fast die doppelte Fläche, nämlich 95 Prozent statt 50 Prozent, in Städten ab.
Die Geowissenschaftler profitieren von Galileo, neben Verkehr, Logistik oder Landwirtschaft. Die Energiewirtschaft wird die genauen Messdaten, auch beispielsweise zu Naturkatastrophen, die Versorgungssysteme lahm legen könnten, schon bald zu schätzen wissen.