Jetzt schauen Sie sich mal bitteschön das folgende Wort an: Parkraummanagement. Ja, genau, hab ich mir auch gedacht was soll das denn sein? Wem bitte fällt denn so ein Wort ein? Was ist das? In München soll bald flächendeckend das Parkraummanagement greifen, so wurde mir die Information samt Begriff zugespielt. Jetzt bin ich Radlfahrer genug, dass mir das im ersten Moment wurscht war.
Aber dann hab ich ein bisserl nachgedacht: Ein neues Wort wird immer noch von Menschen erfunden, außer vollkommen unsinnige Wörter, die kann auch ein Computer zusammenwürfeln. Ja, gut, sagen Sie vielleicht jetzt, Parkraummanagement ist vollkommen unsinnig. Punkt an Sie. Hab ich mir dann nämlich auch gedacht. Als ob wir nicht mit unseren gegebenen Begriffen für Vorgänge und Tätigkeiten wunderbar auskommen würden. Die deutsche Sprache kann so schön sein, denken Sie doch mal an Parkplatzsuche. Oder Tiefgaragenbau. Oder an Einparken, Pariser Art!
Das alles, ja, noch viel mehr könnte dieses ominöse Parkraummanagement bedeuten: Ist das PRM eine ABM? Gilt von nun an die Parole: Vollbeschäftigung Arbeitslose zu Parkraummanagern. Fazit: Humankapital bizarr auf jede Parklücke kommt ein persönlicher Einweiser?
Falls meine letzte Vermutung greift, wird mir bald etwas fehlen. Bin ich doch wenn ich meinen Wagen doch in die Stadt bewege ein Anhänger des Einparkens, Pariser Art - also rückwärts rein, ganz langsam bis der Widerstand kommt, immer schön einschlagen, Vorwärtsgang, wieder ganz sanft bis zum sanften Anstoßen, gut einschlagen, und den Vorgang souverän wiederholen, bis man perfekt die Parklücke ausfüllt. Wenn man so will: klassisches Parkraummanagement. Also? Was ist? Bin ich der Einzige? Das Parkraummanagement greift doch. Schon längst.