Bremens berühmteste Musiker sind die Stadtmusikanten. Vollkommen zu Unrecht schließlich haben die Trashmonkeys die Herrschaft von Esel, Hund, Katze und Hahn längst übernommen. In der Hansestadt und in Großbritannien sind sie seit einigen Jahren erfolgreich.
In englischen Clubs beispielsweise werden sie permanent gespielt, seit sie 2002 auf dem Londoner Label Acid Jazz ihr zweites Album Clubtown veröffentlicht haben. Ihr Song Sundays hielt sich hartnäckig in den englischen Radio-Alternative-Charts, er lief permanent auf dem Videosender MTV.
Das Album The Maker aus dem Jahr 2004 beginnt mit einem Riff, einem Trommelwirbel, einem ins Dunkel gerufenen Allright! und zack! wird die Essenz aus diversen Stilen gepresst, bis schwitziger, drängelnder RocknRoll entsteht. Fast wie frisch aus den Sixties importiert. Vor allem die Hammond-Orgelei gibt diesem Album eine altbacken charmante Note. Man erkennt: Ebenso wie die Stadtmusikanten huldigen die Trashmonkeys Töne vergangener Zeit.
Dennoch (oder deswegen?) sind die RocknRoll-Affen dafür bekannt, selbst den letzten Zaungast auf ihren Konzerten zum Zappeln zu bringen. Legendär ihre wilden Gigs als Vorband der Beatsteaks und selbst Oasis-Sänger Noel Gallagher buchte sie für zwei Konzerte als Anheizer. Sein Statement zu den Trashmonkeys: Sounds like a great show!
Wie das aber so ist mit dem Propheten und der Heimat, hat sich Rest-Deutschland bis dato nicht gerade um die Monkeys gerissen. Damit sich das ändert, werden sie zurzeit an allen Ecken und Enden vorstellig. Am Montag sind sie im Olympiapark zu Gast auf der Seebühne des Theatron Musiksommers.
Noch bis 28. August werden hier übrigens täglich ab 19 Uhr kostenlose Konzerte gespielt von jeweils zwei bis drei hiesigen wie auswärtigen, hobbymäßigen wie professionellen Bands.
Als Anheizer der Trashmonkeys sind die Alternative Rocker Sonopack, die den Sprungbrett-Wettbewerb gewonnen haben, sowie Sativa, Sieger des internationalen Musikwettbewerbs der Stadt Bilbao, engagiert. Wirklich: Sounds like a great show.