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München · Hier tanzt der HaseDas Backstage rockt zu Ostern
Das Motto: Wenn schon nicht getanzt werden darf bis Mitternacht, dann schauen wir halt anderen beim Tanzen zu! Zuerst mal nämlich der deutschen Fußball-Elf beim Rasen-Tanz in Slowenien. Das Spiel der Jungs von Jürgen Klinsmann wird auf Großleinwand gezeigt, bei schönem Wetter sogar im Freien: Das Backstage öffnet seinen Biergarten. Später dann – noch vor Mitternacht – bekommt man im Backstage-Club den furiosen Metallica-Film „Some kind of monster“ vor die Linse gebeamt. Um Mitternacht dann wird’s richtig zur Sache gehen mit einem wahren Musikrichtungs-Querschlag auf drei Areas. DJ Dan-L präsentiert in der Halle Gitarriges zum nun wieder erlaubten Tanzen: Ob digital oder analog, von deutschem Cross-over zu schwedischem Gitarrenpop, von amerikanischem Alternative-Rock zu britischem Big-Beat-Sound. Im Club geht’s etwas härter zu, hier wird zum Tanz sicherlich auch noch „gemoscht“ (wildes Auf- und Abbewegen des Kopfes samt langer Haarmähne, der so genannten Metaller-Matte). Nach dem Metallica-Film tritt hier DJ Ferdi an die CD-Spieler und macht stilecht weiter Krach - mit Heavy Metal, Nu Metal, Oldschool Metal, Early Metal und NYC-Hardcore. Das Sausen aus den Ohren bekommt man auch im Biergarten nur schwerlich. Zwar steht hier auch entspannter Reggae und sogar Oldies auf dem Programm. Doch auch hier zieht das Tempo an: DJ Dragster beschleunigt mit einer Mischung aus Rockabilly, Punk-Rock und Ska. Und falls es regnet kann man DJ Dragsters ausgeflippten Mix trotzdem hören: Das Backstage hat neuerdings sogar ein Stüberl! Nach Osterfrühstück und Eiersuche geht’s am Sonntag dann gleich rockig weiter im Backstage. Beim Emergenza-Band-Wettbewerb werden wieder die besten Newcomer gesucht. Auf die Bühne und an ihre Verstärker treten sieben (!) Kapellen. Mit Alternative-Rock warten „Air Raid Shelter“ auf, „Amber Fish“ sehen sich in der Tradition von „Nirvana“. Dezenter, bestimmt aber nicht leiser kommen „Hä?“ (ja!) daher, sie wollen mit Indie-Rock überzeugen. Gäbe es einen Preis für unsinnige Bandnamen, sie bekämen den Sonderpreis. Allerdings wären Anwärter für einen solchen auch „Helio Neinmeinen“ (Rock) und „Sell-Fish“ (Melodic-Hardcore). „Pool Of Misery“ haben sich bei ihrem Namen weniger (oder mehr?) Gedanken gemacht. Dafür klingt ihr New-Metal ja vielleicht besonders klug. Schade nur, dass keine White-Metal-Band antritt - ein Genre, das wahrscheinlich längst vergessen ist. In den Achtzigern waren solche Bands in den USA durchaus populär: Ihre textlichen Inhalte zur äußerst harten Musik waren rein christlich. Wie gut würde das zu Ostern passen. Backstage, Friedenheimer Brücke 7, Von Albrecht Ackerland Weiterlesen
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