Die katholische Kirche ruft zum Weltjugendtag nach Köln und ihre Schäflein kommen. Doch nicht nur in Köln, ebenso in vielen Kirchengemeinden in ganz Deutschland, sind die Vorbereitungen für die Jugendwoche vom 11. bis 16. August bereits in vollem Gange.
Auch die Schwabinger Gemeinde St. Joseph möchte tatkräftig mitwirken: »Wir haben vergangenen Dienstag einen Verkaufsstand mit Lotterielosen auf dem Bauernmarkt am Josephsplatz aufgestellt«, erklärt Pastoralreferent Michael Wendlinger.
Da kam sogar der »Chef«, Pfarrer Siegfried Huber, vorbei um nach dem Rechten zu sehen und war sichtlich darüber erstaunt, dass seit November bereits 2.100 Lose verkauft wurden. Immerhin ist der Weltjugendtag 2005 das größte Ereignis der katholischen Kirche, das in Deutschland je stattgefunden hat. Mit dem Erlös der Aktion sollen die Veranstaltungen in Köln, die Erzdiözese München und Freising, aber zu 20 Prozent auch St. Joseph selbst unterstützt werden.
So herrschte am Dienstagnachmittag reger Verkauf im Namen des Herrn. Vor Ort wurden Gewinne von zwei und fünf Euro gleich ausbezahlt: »Der Hauptpreis ist ein Kleinwagen«, erzählt Wendlinger stolz. Als weiteres Highlight wird die Kirche am Freitag, 12. August, ein eigens komponiertes Rock-Oratorium präsentieren. Bis zu 20.000 Besucher werden in München erwartet, 11.000 haben sich bis jetzt schon angemeldet. Nun suchen die Schwabinger Pfarrgemeinden Privathaushalte, die Jugendliche aufnehmen können.
Bisher haben sich 40 Familien gemeldet, es werden aber bis zu hundert Herbergsplätze gesucht: »Das Motto ist Gäste sind ein Segen, die Jugendlichen brauchen kein eigenes Gästezimmer, oft reicht ein Platz für Schlafsack oder Isomatte«, erklärt Wendlinger. Die Gastfamilien müssen dann lediglich für ein Frühstück sorgen: »Ein Lunchpaket für den Tag bleibt jedem freigestellt«, erläutert Wendlinger.
Wer Angst vor Kommunikationsschwierigkeiten mit den Teenagern aus aller Welt hat, kann unbesorgt sein: In den Pfarreien stehen Ansprechpartner zur Verfügung, die jederzeit erreichbar sind. Zudem planen die Jugendlichen ihren Tagesablauf selbst, eine 24-Stunden-Betreuung ist nicht notwendig. Wer einen Jugendlichen ab 16 Jahren bei sich aufnemen möchte, kann sich unter Telefon 2 72 89 40 im Pfarrbüro über alle weiteren Formalitäten informieren. ks