Veröffentlicht am 03.03.2005 00:00

Schwabing · Beeindruckend

Die Münchner Fotografin Edith von Welser-Ude hat in den vergangenen Monaten Menschen, die in Einrichtungen des Evangelischen Hilfswerks München Hilfe und Unterstützung suchen, mit ihrer Kamera porträtiert.

Das sind in den ambulanten und stationären Anlaufstellen wie dem Bodelschwingh-Haus, der Bahnhofsmission, dem Frauenobdach »Karla 51« und der Teestube »komm« vorwiegend Wohnungslose sowie Menschen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Die Ausstellungseröffnung findet statt am Donnerstag, 3. März, um 19 Uhr, in der Seidlvilla, Nikolaiplatz 1 b.

Die Aufnahmen fangen die aktuelle Lebenssituation von Frauen und Männern ein, die zum Teil viele Jahre ihres

Lebens auf der Straße oder in Gefängnissen verbracht haben. In ihren Gesichtern spiegeln sich diese Jahre »ganz unten« wider: Wie in einem Kaleidoskop sind Zuversicht und Hoffnung zu sehen, aber auch Leid, unerfüllte Träume und verpasste Lebenschancen.

Ganz bewusst hat die Fotografin die Porträts in einer Phase aufgenommen, an dem die abgebildeten Menschen an einem Wendepunkt ihres Lebens stehen: Sie alle haben sich dazu entschlossen, Hilfe anzunehmen. Ob dies nun nur ein einziges Beratungsspräch ist oder die Aufnahme in ein Wohnheim.

Diesen Augenblick der Bereitschaft, Unterstützung von außen zuzulassen, hat Edith von Welster-Ude in beeindruckender Weise festgehalten.

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