Obwohl die Thematik um das Lebensende gleichermaßen von Jung und Alt häufig tabuisiert wird, fand sich eine große Anzahl von Seniorinnen und Senioren im ASZ ein, um mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen, deren Profession sich täglich mit Pflege und Betreuung im Alter, in der letzten Lebensphase und damit auch im Umgang mit dem Sterben auseinandersetzt.
Frau Baehr und Frau Lades vom Pflegedienst »füreinander« und Frau Schieck von der Caritas Sozialstation berichten aus ihrer Arbeit.
Ein Problem läge insbesondere darin, dass weder Kranken- noch Pflegekassen gerade die Begleitung Sterbender auf ihrem letzten Weg vergüten. Des weiteren erfuhren die Zuhörer auch einiges über das Aufgabenfeld von Frau Rizzi vom Hospizverein »Da-sein«. »Da-sein« bietet, wie einige andere Hospizvereine auch, die Möglichkeit, dass im Verein ehrenamtlich Tätige persönliche Begleitung und Gespräche mit Sterbenden und Angehörigen führen, die von den Pflegekräften oder Angehörigen nicht bewältigt werden können.
Im Gespräch mit den interessierten Senioren kristallisierte sich sehr schnell heraus, dass die Dienste mit sehr viel Sensibilität an ihre Aufgaben herangehen und die Begleitung von Sterbenden einen hohen zeitlichen Aufwand erfordert. Es war für die teilnehmenden Seniorinnen und Senioren sehr tröstlich, zu erfahren, dass diese Leistungen von den angesprochenen Diensten trotzdem erbracht werden, auch wenn die Kassenfinanzierung nicht gegeben ist.
Diese Defizite in der Finanzierung dieser Dienstleistungen waren angesprochen, wurden aber nicht zum Hauptthema an diesem Nachmittag.
Auf Vorschlag und Wunsch der einzelnen Vertreter der Schwabinger Einrichtungen ist für Herbst 2004 eine Fachdiskussion zu diesem Thema geplant.