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„Da schau her“Albrecht Ackerland über’s Bieseln
Ich weiß jetzt nicht, ob sich der Gustl und der Günther kennen, jedenfalls ist dem Günther schon wieder ein Einfall gekommen. Ein richtiger Ideensprudler ist er, unser Innenminister. Als Überschrift hat er sich auch noch was dafür ausgedacht, „Entbürokratisierung“ nämlich. Sein Einfall: den Häuselzwang für Wirtschaften abschaffen. Gaststätten mit bis zu 200 Plätzen sollen künftig keine Toiletten mehr haben müssen. Was aber haben Toiletten mit Bürokratie zu tun? Ist das Finanzamt demnach eine Bedürfnisanstalt? Ganz klar, werden Sie sagen, schaut doch der Steuerbescheid ganz danach aus, als ob der Staat große Bedürfnisse hat. Zum Staat gehört auch Günther Beckstein, Sie wissen schon, der Sprudler. Vielleicht hat es ihm ja die Häusel-Abschaff-Idee rausgesprudelt, als er da saß, wo auch der Innenminister zu Fuß hingeht. Vielleicht hat er sich gedacht (Sie müssen sich das jetzt aber bitte auf Fränkisch vorstellen): „Jetzt sitz ich da und hab ein Bedürfnis, und mein Staat hat auch ein Bedürfnis. Steuern verlangen wir schon genug, also müssen wir den Bürgern das Geld anders abknöpfen. Wenn wir jetzt die Klos in Wirtschaften abschaffen, müssen die Leute draußen ihr Wasser lassen. Das erfüllt dann den Tatbestand des Wildbieselns. Kostet Strafe, bringt uns Geld. Und jetzt bleib ich noch etwas hier sitzen, wo es grad schon so schön sprudelt, und dann fällt mir auch noch ein, wie ich dadurch die Kriminalitätsstatistik hochtreiben kann, und deshalb jeder versteht, warum ich soviel Polizei und Überwachung will. Und die Bürokratie schaff´ ich auch gleich noch damit ab.“ Weiterlesen
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