Veröffentlicht am 13.11.2003 00:00

Hoffnung für Patienten

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 7.000 Menschen an primären Hirntumoren und 50.000 an Hirnmetastasen (Tochtergeschwülsten von Krebserkrankungen anderer Organe).

München-Schwabing ist nach dem Klinikum Saarbrücken europaweit das zweite Zentrum, das für eine derartige Behandlungsform ausgestattet und lizenziert ist. Wie Dr. Dieter Sackerer Chefarzt der Neurochirurgien Abteilung, ausführt, handelt es sich bei diesem neuen Verfahren um das so genannte GliaSite Radio Therapie System (RTS), ein neues Stralentherapeutisches Instrument. Bei dem neuen Verfahren wird nach Entfernung des Tumors in die leere Tumorhöhle ein Balkonkatheter eingelegt und mit einer den Tumor zerstörenden strahlenden Flüssigkeit gefüllt.

Diese bleibt je nach Tumorart und -größe zwischen drei und sieben Tagen an Ort und Stelle und kann dort ihre Wirkung entfalten. Dadurch wird das für das Rezidiv (also die erneute Ausbildung des Tumors) besonders gefährdete Gewebe rund um den ehemaligen Tumor gezielt mit einer relativ hohen Strahlendosis behandelt.

Schädigungen anderer Zonen, wie der Kopfhaut oder des gesunden Gehirngewebes, werden dadurch auf ein Minimum begrenzt. Auch bereits bestrahlte Patienten haben mit diesem Verfahren wieder eine gute Therapiemöglichkeit.

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