»Maheone Honehe Eine künstlerische Gestaltung (in) der Seidlvilla von Rita de Muynck« der Titel dieser Ausstellung ist der Name eines Wolfsgeistes bei den Cheyenne:
Der rote Wolf Mahoene honehe, der als totemistische Einheit mit spiritueller Macht versehen ist. Aber auch der Wolf in seiner schillernden Besetzung in unserer westlichen Tradition, etwa im Märchen vom Rotkäppchen, ist hier angesprochen.
Rita de Muyncks Arbeiten sind expressiv, emotional und reichen in die verschiedensten Wahrnehmungsebenen. Aus ihrer künstlerischen Arbeit mit Trance hat sie eine synästhetische Wahrnehmung entwickelt, bei der Farben, Formen, Gestalten immer wieder mit Tönen und Klängen verwoben werden. »In meiner Arbeit interessiert mich, wie Farben sich zu einander verhalten, wie Formen sich verwandeln und sich in Reliefs oder in dreidimensionale Objekte verselbstständigen, wie sich zu dem Ganzen Töne, Geräusche und Musikfetzen zu einer eigenen Komposition zusammen finden.
Deshalb brauche ich die verschiedenen Audrucksmittel. Sie reflektieren die Aspekte oder Zustände meiner Auseinandersetzung mit der Welt. Wenn sie fertig, auf den Punkt gebracht sind, entfernen sie sich wieder von mir. So verwandelt sich das immerfort. Oft habe ich das Gefühl, dass diese Teile nur vorübergehend in mir gewohnt haben. Wenn ich ihnen eine Form gegeben habe, lösen sie sich von mir, befreien sich und beginnen ein Eigenleben.«
In der Ausstellung werden Malereien, Objekte und Toncollagen zu einem Gesamtbild komponiert.
Vernissage am Donnerstag, 11. September, um 19 Uhr. Einführung: Dr. Ruprecht Volz. Im Anschluss die Toncollage Mahoene honehe. Öffnungszeiten zur Open Art: Freitag, 12. September, von 16 bis 19 Uhr, Samstag, 13. und Sonntag, 14. September, von 12 bis 19 Uhr.