Geplant war vor kurzem ein Science-fiction Kabarettprogramm: Die Natur schlägt immer härter mit Seuchen, Stürmen, Überschwemmungen und Vulkanausbrüchen zurück, die Menschen werden dabei katastrophenabhängig, die Tiere rächen sich an uns
Langusten werden immer größer, zerreißen die Fesseln um ihre Scheren und werfen Feinschmecker-Menschen in kochendes Wasser, damit unser Fleisch noch zarter wird. Alle Hunde und Katzen sind plötzlich aus den Wohnungen verschwunden. Sie, die mit uns so eng zusammen gelebt haben, hatten uns nur ausgeforscht und erstatten jetzt der Tierversammlung Bericht.
Das war der Entwurf von Helmut Ruge bis vor Kurzem.
Und plötzlich kommt der faktische Horror eines Krieges bedrohlich auf uns zu. Man möchte seiner Angst, und der Angst vieler Menschen, Ausdruck verleihen, zumal man als Kind den Krieg noch selbst erlebt hat. Also wandern die meisten, schon geschriebenen Sciencefiction-Texte in die Ablage. Und so wird aus »Der Rache der Langusten« »Friedensgeschrei gegen Kriegsgeschrei«!
Ein Programm für optimistische Pessimisten und für pessimistische Optimisten. Und ein paar Langusten kommen trotzdem noch vor. Besonders die Languste Auguste.
Im Theater im Fraunhofer, täglich, außer Sonntag und Montag, um 20.30 Uhr, in der Fraunhoferstraße 9, Telefon 26 78 50.
Letzte Vorstellung am Samstag, 8. Februar.