Modrow-Lange seit 40 Jahren im Gemeinderat

Ottobrunn · Ideenreich und umsichtig

Monika Modrow-Lange. 	Foto: Monika Wrba

Monika Modrow-Lange. Foto: Monika Wrba

Ottobrunn · Als Monika Modrow-Lange mit 29 Jahren in den Gemeinderat gewählt wurde, befand sich das Rathaus noch im heutigen Haus der Senioren in der Mozartstraße.

Es gab weder das Wolf-Ferrari-Haus noch die Ortsmitte. Die Ferdinand-Leiß-Halle, die jetzt wieder saniert wird, war gerade als Neubau eröffnet worden. Dasselbe gilt für das Eisstadion. Seit 40 Jahren gehört die zweite Bürgermeisterin Monika Modrow-Lange ununterbrochen dem Gemeinderat an. Seit zehn Jahren ist sie zweite Bürgermeisterin. Zuvor war sie sechs Jahre dritte Bürgermeisterin.

Ihre Kernanliegen: gute Kinderbetreuung und Schulen
Selbst nach dem frühen Tod ihres Ehemannes Wolfgang im September 1991 setzte die gebürtige Ottobrunnerin, obwohl voll berufstätig und Mutter zweier Kinder, ihr politisches Engagement unvermindert fort. Ein großes Anliegen war und ist der ehemaligen Lehrerin und Rektorin der bedarfsgerechte Bau und Ausbau von Schulen. 30 Jahre lang war sie Verbandsrätin des Zweckverbands Staatliche weiterführende Schulen. Seit seiner Gründung im Januar 2011 vertritt sie im Schulverband Carl-Steinmeier-Mittelschule die Ottobrunner Interessen. Von der Einführung von Ganztagsklassen in den Grundschulen an der Lenbachallee und an der Albert-Schweitzer-Straße, für die sich Modrow-Lange stark machte, profitieren heute rund 160 Schülerinnen und Schüler und deren Eltern. Früh erkannte sie die Notwendigkeit von guten Angeboten der Kleinkindbetreuung. So initiierte sie im Herbst 1984 die Einrichtung des »Spatzennestes«, der ersten Krabbelstube in Ottobrunn, in Räumen der Pfarrgemeinde St. Magdalena. Die Nachfrage war so groß, dass schnell zwei weitere Krabbelstuben eröffnet wurden. Als Kinderkrippe für 42 Kinder besteht das »Spatzennest« bis heute.

Ideengeberin für Aktionen und Veranstaltungen
Für so manche Veranstaltungsformate, die in Ottobrunn zur festen Institution geworden sind, stand Modrow-Lange als Ideengeberin Pate. So etwa für die Waldsäuberungsaktion »Ramadama« oder die jährliche O-18-Feier, zu der die Gemeinde die 18-Jährigen einlädt, um ihnen die gesellschaftliche Bedeutung ihrer Volljährigkeit bewusst zu machen. Als Referentin des Gemeinderats für Kultur- und Vereinsangelegenheiten setzt sich Modrow-Lange für die Förderung hochwertiger kultureller Veranstaltungen und der Brauchtumspflege ein. Besonders am Herzen liegen ihr die ehemaligen Kulturkreis-Einrichtungen Rosmarie-Theobald-Musikschule, Ballettschule und die Volkshochschule. Aber auch die Freiwillige Feuerwehr findet bei ihr stets ein offenes Ohr für ihre Belange. Akzente setzte Modrow-Lange in Sachen "Trauerkultur". So hat sie die Einrichtung des Verabschiedungsraumes auf dem Parkfriedhof aktiv begleitet. Dieser bietet den Hinterbliebenen die Möglichkeit, sich in würdevoller Umgebung von ihren Verstorbenen zu verabschieden. Weil sie ihre Ämter engagiert, sachorientiert und mit großer Gelassenheit und Umsicht ausübt und stets um Ausgleich bemüht ist, genießt sie bei allen, die mit ihr zusammenarbeiten, hohe Wertschätzung und großen Respekt.

Die Gemeinde Ottobrunn dankt Monika Modrow-Lange für ihren jahrzehntelangen Einsatz für das Gemeinwohl und wünscht noch lange gute Gesundheit und weiterhin viel Freude am Gestalten »ihres« Ottobrunn. MO

Artikel vom 08.05.2018
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