Veröffentlicht am 16.01.2002 00:00

Spurensuche

Sein Beruf ist die aktuelle Reportage als Fernsehberichterstatter und Reisefotograf.

Sein Interesse gilt allerdings dem »zweiten Blick« hinter die Aktualität der schnellen Bilder. Und für den anderen Blick auf die alltäglichen Dinge hat sich der Münchner Fotograf einem ungewöhnlichen Format verschrieben: der Panoramafotografie.

In seinen schmalen Schwarz-Weiß-Bildern inszeniert er gerade den Kontrast zu unserer schnelllebigen, personenbezogenen Welt. Der Mensch ist nur durch sein Wirken erlebbar, durch die Spuren, die er in den verschiedensten Landschaften hinterlassen hat.

Bau-»Werke«, Fragmente, Lebensspuren zwingen den Betrachter zu einer sehr intensiven Wahrnehmung von Schönheit… und ihrer Vergänglichkeit. Und es ist gerade der Verzicht auf dramatische Lichteffekte und gewagte Kompositionen, der den Blick auf die einfache, von Menschen gestaltete Landschaft und ihre Atmosphäre lenkt. Und es gibt ihre Geschichte oft erst auf den zweiten Blick preis.

Unter dem Titel »Spurensuche – Zeichen am Weg« ist seine neue Foto-Ausstellung bis 28. März in der Akademie der Bayerischen Presse, Rosenheimer Straße 145 zu sehen (U-Bahn Karl-Preis-Platz).

Geöffnet ist Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr.

north