Es geht hoch hinaus

Im Münchner Nordosten entsteht eine neue Skyline samt »Öko«-Hochhaus

Bogenhausen wächst in den Himmel: Der Arabellapark bekommt Münchens erstes »Grüne Hochhaus« (oben li.), die Bavaria Towers (oben re.) am Vogelweideplatz nehmen immer mehr Gestalt an,  und die Baywa-Zentrale (unten re.) ist nach Kernsanierung und Auf

Bogenhausen wächst in den Himmel: Der Arabellapark bekommt Münchens erstes »Grüne Hochhaus« (oben li.), die Bavaria Towers (oben re.) am Vogelweideplatz nehmen immer mehr Gestalt an, und die Baywa-Zentrale (unten re.) ist nach Kernsanierung und Auf

Arabellapark · Nichts geht in München über die Türme der Frauenkirche. Sie sind das Maß aller Hochhauspläne im Stadtzentrum. In einem Bürgerentscheid 2004 hat eine knappe Mehrheit der Münchner eine Höhenbegrenzung von 100 Metern für Wohn- und Bürogebäude festgelegt.

Doch am Stadtrand, gerade im Münchner Nordosten, gibt es Ansätze für eine neue Skyline: Beeindruckendstes Großprojekt sind die aktuell im Bau befindlichen vier Bavaria Towers, die einen ganz neuen Eindruck an der Einmündung von Prinzregenten- und Einsteinstraße in die Autobahn A 94 schaffen wollen. Das Ensemble am Vogelweideplatz mit seinen zwischen 46 und 83 Meter hohen Türmen steht in direktem Zusammenspiel mit dem acht Jahre alten Hochhaus des Süddeutschen Verlags sowie dem künftigen »Hochpunkt« im Quartier Baumkirchen Mitte mit rund 60 Metern Höhe. Am Arabellapark stehen bereits einige dominante Gebäudekomplexe. Das Hypo-Hochhaus (Betz Architekten) wurde gerade mit großem Aufwand runderneuert, genauso wie die Baywa-Zentrale, die sogar noch um vier neue Stockwerke erhöht wurde. Der Arabellapark soll nun ein weiteres Hochhaus auf dem alten Postgelände bekommen (ab 2020). Es soll das ökologischste Hochhaus Münchens werden: Das 52 Meter hohe Gebäude soll komplett begrünt werden – einzigartig bislang in München. Die Bäume und Pflanzen sollen sich bis ins oberste Stockwerk schlängeln. Gärten mit kleinen Bäumen und Sträuchern auf jeder Etage und als Highlight ein Dachgarten, der von jedem Bewohner genutzt werden darf – so sieht es der Entwurf der Architekten Aika Schluchtmann vor.

Neben den vertikalen Etagengärten soll im zweiten Stockwerk eine weitläufige Terrasse gestaltet werden, die von allen Bewohnern genutzt werden darf. Die Idee hinter der Durchsetzung des Gebäudes mit Pflanzen hat neben dem ökologischen Aussehen auch eine klimatische Komponente: So könnte es dadurch etwa an sehr heißen Tagen einen abkühlenden Effekt geben. In den unteren Etagen sollen nach dem vorliegenden Konzept Büroräume entstehen, während die oberen Stockwerke als Wohnraum genutzt werden. Rund 55 Wohnungenen sind geplant. Der Turm soll 16 Stockwerke hoch und zwischen Hypo-Hochhaus und dem neuen Bürokomplex Arabeska an der Arabellastraße 26 – 28 eingebettet werden. So zieht auch die Politik nach anfänglich skeptischen Tönen eine positive Bilanz. So meinte der Münchner Stadtrat Marian Offman (CSU): »Die künftigen Bewohner werden gerne in diesem grünen Hochhaus leben, denn es wird wahlich kein Wohnsilo. Die vertikale Bepflanzung ist genau in unserem Sinne, trägt sie doch zur Luftverbesserung in diesem dicht bebauten Gebiet in Bogenhausen bei.«

ahi

Artikel vom 31.08.2017
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