Neuer Hirte, mit Hirtenhund

Der künftige Grünwalder Pfarrer Eugen Strasser-Langenfeld im Portrait

In St. Peter und Paul wird der künftige Grünwalder Pfarrer Eugen Strasser-Langenfeld auch aktiv sein.	Foto: hw

In St. Peter und Paul wird der künftige Grünwalder Pfarrer Eugen Strasser-Langenfeld auch aktiv sein. Foto: hw

Grünwald · Am 1. Oktober diesen Jahres wird Pfarrer Eugen Strasser-Langenfeld den Grünwalder Pfarrverband, bestehend aus den beiden Pfarrgemeinden St. Peter und Paul in der Schloßstraße und Maria Königin am Kardinal-Faulhaber-Platz, übernehmen.

Er löst damit Pater Anton Lötscher ab, der den Pfarrverband 2012 aus der Taufe hob. Genau wie Pater Lötscher war es auch Pfarrer Eugen Strasser-Langenfeld, der in Bad Reichenhall mit der Organisation der Gründung eines entsprechenden Pfarrverbandes betraut war. Nach 17 Jahren verlässt er nun Ende Juli eine Gemeinde. Dort hatte er zunächst zwei ländliche Pfarreien betreut, bevor er zwölf Jahre lang die Stadtkirche von Bad Reichenhall aufbaute und betreute. Ein hartes Stück Arbeit, die verschiedenen Pfarreien zu einer Stadtpfarrei zusammenzufügen, erinnert sich der Geistliche. »Solche Schritte sind immer mit der Angst verbunden, geliebte Traditionen aufgeben zu müssen«, weiß er aus Erfahrung. Es bedarf viel Gottvertrauen und Fingerspitzengefühl, um am Ende des Prozesses keinen faulen Kompromiss sondern eine lebendige Kirche vorzufinden, erklärte der gebürtige Brucker, der im Juli sein 30-jähriges Priesterjubiläum feiert. 11.500 Schäfchen zählten in Bad Reichenhall zu seinem Gebiet.

Grünwald nimmt sich mit seinen 4.400 Katholiken dagegen bescheiden aus. Bevor er aber mit neuem Elan im Herbst die Arbeit in Grünwald aufnehmen wird, ist es Zeit für ihn eine Auszeit zu nehmen. »Sabbatzeit heißt das in unseren Kreisen«, erklärt der 59-Jährige. In dieser Phase wird er Zeit für Exerzitien haben, Fortbildungen und Supervision machen, kündigt er an. »Wenn man nach so einer langen Zeit den Pfarrverband wechselt macht es Sinn, eine kleine Pause einzulegen und die Möglichkeit zu nutzen, Dinge für sich wirklich abzuschließen, bevor man etwas Neues beginnt«, ist sich Eugen Strasser-Langenfeld sicher.

Er freut sich auf die neuen Herausforderungen, die ihn in Grünwald erwarten. Doch erst einmal will er intensiv zuhören, Grünwald und seine Bürger kennenlernen. »Ich will sehen, wo die Bedarfe sind anstatt gleich mit Vorschlägen ins Haus zu fallen«, so der engagierte Pfarrer. Die Kontakte, die er bislang nach Grünwald gehabt hat, waren allesamt sehr freundlich und aufgeschlossen, freut er sich über die positive Resonanz, die er in seiner künftigen Wirkungsstätte erfahren hat.

Außerdem, so gesteht er, habe ihn auch die schöne Natur in und um Grünwald herum gereizt. »Ich bin kein Fernreisender. Ich gehe gerne mit meinem Hund Josu spazieren und zwar vor der Haustür, um dort meine nähere Umgebung zu erkunden«, verrät der künftige Grünwalder Pfarrer.

Ihn begleiten wird seine langjährige Pfarrhaushälterin und Mitstreiterin Christine Freiwang, die sich seit 1993 um sehr viel mehr als das Essen und die Sauberkeit im Pfarrhaus kümmert. In Bad Reichenhall war beispielweise sie es, die nach dem tragischen Eishallenunglück eine Trauergruppe und deren Supervision ins Leben gerufen und auch sonst viele gute Impulse für die Weiterentwicklung der Pfarrei beigetragen hat, berichtet Pfarrer Eugen Strasser-Langenfeld.

In seiner wenigen Freizeit beschäftigt sich der Pfarrer neben ausgedehnten Spaziergängen auch gerne mit gesellschaftspolitischen Themen, bildet sich durch intensive Lektüre immer weiter. Auch sportlich ist der Pfarrer aktiv, hier ist vor allem das Karate, das es ihm angetan hat. hw

Artikel vom 17.05.2017
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