Erding feiert Kirta

Erding · Traditioneller Markt und verkaufsoffener Sonntag am 18. Oktober

Der traditionelle Kirta-Markt zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher in die Herzogstadt. Aus diesem Anlass dürfen am Sonntag auch die Geschäfte öffnen.	Foto: kw

Der traditionelle Kirta-Markt zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher in die Herzogstadt. Aus diesem Anlass dürfen am Sonntag auch die Geschäfte öffnen. Foto: kw

Erding · Die Konkurrenz ist hart. Wenn gleich zwei Nachbarstädte zusammen mit Erding einen verkaufsoffenen Sonntag abhalten und zugleich natürlich auch ihren jeweiligen Markt organisieren, dann muss sich die Herzogstadt schon anstrengen, wenn sie hier punkten will.

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Dass sie das kann, hat sie in der Vergangenheit, als die Situation genauso war, auch schon mit Erfolg getan. Die Innenstadt wird am morgigen 18. Oktober wieder weitgehend für den Autoverkehr gesperrt werden. Parkmöglichkeiten bestehen auf dem nahen Volksfestplatz, eine Unterführung erleichtert es, die Innenstadt barrierefrei zu erreichen.

Die Stadt war immer schwarz vor Menschen und das Programm kann sich ja auch jetzt wieder sehen lassen. So werden wieder die Trachtler einen stark beachteten Auftritt haben, und wenn das Wetter so schön wird wie 2014, steht dem Erfolg nichts mehr im Weg. Bei Redaktionsschluss waren die Wetteraussichten für die Region Erding allerdings eher durchwachsen (Schauer, unter zehn Grad), sodass jene Stände auf dem Markt, bei denen es warme Socken gibt – und die kommen garantiert – sich auf Umsätze freuen dürfen. Petrus sorgt für das, was Marketing-Experten »Bedarfsweckung« nennen. Bleibt zu hoffen, dass er der Stadtkapelle nicht auch den Auftritt verdirbt, denn die ist traditionell immer dabei und pflegt bayerische Tradition, wie das bei der Kirchweih eben so ist.

Von 13 bis 18 Uhr läuft der verkaufsoffene Sonntag in der Innenstadt, der Kirta-Markt ist natürlich länger da. Das hat etwas mit dem Ladenschlussgesetz zu tun, an dem auch die Organisatoren nicht vorbei kommen. Und noch ­etwas ist wieder Thema: Erding besteht nicht nur aus der Innenstadt, auch wenn hier das Leben wieder am meisten pulsieren wird und wo man daran arbeitet, diese Innenstadt als Ganzes erlebbar werden zu lassen.

Die Interessengemeinschaft Ardeo hat hier in der Vergangenheit Weichenstellungen mitgetragen, die eine bessere Frequentierung der Haager Straße ermöglichen sollen. Hier ist der Brückenschlag vom Schrannenplatz in die Haager Straße das zentrale Thema, denn hier läuft auch enorm viel Verkehr durch. So stellt der Ardeo-Vorstand klar: »Die Ardeo Vorstandschaft legt großen Wert darauf, dass sich die Innenstadt vom zentralen Kern her nach außen entwickeln muss. Als elementaren Punkt sehen wir hier den optischen Brückenschlag zur Haager Straße, um dort die weitere Entwicklung positiv zu unterstützen.«

Die Gesetzgebung unterstützt dieses Vorhaben, denn die Haager Straße ist Teil der Innenstadt, wo die Geschäfte morgen offen haben dürfen. Semptpark und Erding West sind aber auch mit von der Partie. Sie haben wieder eigene Aktionen in Planung, weil der Kirta-Markt naturgemäß dorthin nicht ausgedehnt werden kann.

Das ist das alte Problem, dass die Gewerbegebiete, die über teilweise riesige und hochattraktive Verkaufsflächen verfügen, bei verkaufsoffenen Sonntagen nicht mehr ohne Weiteres mitmachen dürfen. So findet im Semptpark von 13 bis 18 Uhr ein Herbstfest mit Südtiroler Spezialitäten statt. Auch die beliebte Bockerlbahn wird ihre Runden drehen, damit alle die vielen Geschäfte hier auch erreichen können. kw

Artikel vom 16.10.2015
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