Veröffentlicht am 08.01.2013 00:00

Berg am Laim · Mäuse im ersten Stock

Erst renovieren dann wieder beziehen, so will es der Bezirksausschuss.	 (Foto: js)
Erst renovieren dann wieder beziehen, so will es der Bezirksausschuss. (Foto: js)
Erst renovieren dann wieder beziehen, so will es der Bezirksausschuss. (Foto: js)
Erst renovieren dann wieder beziehen, so will es der Bezirksausschuss. (Foto: js)
Erst renovieren dann wieder beziehen, so will es der Bezirksausschuss. (Foto: js)

Vertreter des Bezirksausschusses Berg am Laim (BA 14) befürchten, dass die ehemalige Unterkunft für Asylbewerber in der St.-Veit-Straße bald wieder von Flüchtlingen bezogen werden wird.

Die Mitglieder des Stadtteilparlaments lehnen dies jedoch ab, solange die Anlage nicht renoviert ist. Die bisherigen Bewohner wurden kürzlich aufgrund des schlechten Zustands der Einrichtung in die neuen Bauten in der Heinrich-Wieland-Straße umgesiedelt.

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Das Büro der Caritas in den Containern sei noch nicht geräumt worden, berichtete Anton Spitlbauer senior (CSU). Dies sei ein Hinweis, dass die Anlage bald erneut für die Unterbringung von Asylanbewerbern genutzt werden solle. Seitens der Regierung von Oberbayern, die für Flüchtlingsunterkünfte zuständig ist, habe man ihm zwar mitgeteilt, man plane derzeit keine Belegung der Einrichtung. Eingeräumt worden sei jedoch auch, dass sich eine Inbetriebnahme unter Umständen nicht vermeiden lasse. Bei entsprechendem Bedarf müssten die Flüchtlinge andernfalls nämlich in Zelten beherbegt werden. Dies sei aber im Winter nicht zumutbar.

Die Container in ihrem derzeitigen Zustand wieder als Wohnräume zur Verfügung zu stellen widerspreche jedoch »allen menschlichen Maßstäben«, klagte Spitlbauer. Die Anlage sei in den vergangenen 20 Jahren abgewirtschaftet worden: »Sie wurde nicht instand gesetzt, die Mäuse sind inzwischen sogar schon im ersten Stock.« Bereits vor zwei Jahren habe die Regierung von Oberbayern entschieden, dass die Behausung nicht mehr zumutbar sei, erinnerte Helmut Kolmeder (SPD).

Der BA-Vorsitzende Robert Kulzer (SPD) mahnte indes zu Realismus: »Verhindern können wir eine Neubelegung ohnehin nicht, wir können sie höchstens steuern.« Spitlbauer allerdings sagte, er habe bei der Regierung von Oberbayern bereits Widerstand seitens des Stadtteilparlaments angekündigt, falls die Container im unrenovierten Zustand bezogen würden. Julia Stark

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