Das Aktionsbündnis gegen Aids München veranstaltet am Freitag, 15. Juni, von 18 bis 22 Uhr auf dem Münchner Stachus (Karlsplatz) die Nacht der Solidarität mit kulturellen Aufführungen, Aktionen und Infoständen. Nach Einbruch der Dunkelheit (etwa 21.30 Uhr) wird eine große Aidsschleife aus Kerzen auf dem Stachus entstehen.
Aids bleibt ein drängendes Thema, unterstreicht die Mitorganisatorin Angelika Timmer vom Frauengesundheitszentrum. Bei über 33 Millionen Menschen, die weltweit von HIV und Aids betroffen sind, dürfen wir nicht wegschauen. Darum machen wir jedes Jahr bei der Nacht der Solidarität mit, um auf die Gefahren und die vielen Opfer aufmerksam zu machen. Wir alle sind gefordert, Menschen zur Seite zu stehen, die infiziert oder bereits an Aids erkrankt sind, pflichtet Sepp Nadler von der Münchner Aidshilfe bei. Mit der Aktion Mensch in der Kugel und verschiedenen kulturellen Beiträgen bieten wir wieder ein ansprechendes Programm, das sich sehen lassen kann, ergänzt Sebastian Kühnen, evangelischer HIV- und Aidsseelsorger im Dekanat München.
Das Aktionsbündnis gegen Aids ist ein bundesweiter Zusammenschluss von kirchlichen und nicht-kirchlichen Basisgruppen, die sich im Kampf gegen Aids zusammengefunden haben und einmal im Jahr mit der Nacht der Solidarität das Thema Aids im öffentlichen Bewusstsein halten wollen. Dem örtlichen Münchner Aktionsbündnis gegen Aids gehören unter anderen an: der Marie-Schlei-Verein (Hilfe für Frauen in Afrika, Asien und Lateinamerika), die psychosoziale AIDS-Beratungsstelle der Caritas, das FrauenGesundheitsZentrum e.V., die evangelische und katholische HIV/Aids-Seelsorge in München, die Münchner Aids-Hilfe e.V. sowie Mission EineWelt, dem Zentrum für Partnerschaft, Entwicklung und Mission in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern.