Jeder kennt den Begriff des homo sapiens, manche vielleicht auch den des homo oeconomicus, aber nur wenige den des homo ludens. Beim spielenden Menschen handelt es sich um ein Erklärungsmodell, wonach Individuen sich hauptsächlich über das Spiel fit machen für das Leben. Im Spiel, auch gemeinsam mit anderen, entwickelt man seine Fähigkeiten, macht Erfahrungen, schult das Denken und setzt Kreativität, Kraft, Energie frei.
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Naturgemäß gilt das umso mehr, je jünger der spielende Mensch ist. Aber wie ist heutzutage die viel beklagte Realität in den Kinderzimmern? Da wird stundenlang ferngesehen, noch mehr gefacebooked und tage- und nächtelang in der World of Warcraft gelebt.
Aber es wird versucht, gegenzusteuern. In München sogar überaus erfolgreich. Egal ob Artmobil, Bewegungsbaustelle, Wasserspielbus oder Mitmachzirkus 30.000 Besucher jährlich und das seit 40 Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Die Spielaktionen sind begehrt, auch weil das Angebot so flexibel auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen kann. Da fährt der Bus vor, wenn etwa in neuen Wohngebieten noch keine Einrichtungen für die Jugend existieren. Und er bringt, vollgefüllt mit Bauklötzen, Werkzeug, Springseilen, Reifen, Wasserspielen, Diabolos und vielem mehr, besondere Spielideen auch zu Kindern, die nicht in privilegierten Verhältnissen leben. Ein echtes Erfolgsmodell. So seh ich das.