Landtagspräsidentin Barbara Stamm war zu Besuch in St. Severin bei der vom Pfarrgemeinderat, Sachausschuss Erwachsenenbildung, veranstalteten Diskussionsrunde auf dem »Blauen Kanapee« im Pfarrsaal. Rund 70 Besucher kamen zu dieser Gesprächsrunde, die wiederum von BR-Moderator Jürgen Schleifer geleitet wurde.
Stamm, auch stellvertretende Parteivorsitzende der CSU, erzählte über ihre schwere Kindheit, ihr Aufwachsen in einer Pflegefamilie und auch, wie diese Umstände ihr späteres Leben geprägt haben. Ihre politische Laufbahn begann mit Mitte Zwanzig, als sie für den Stadtrat in Würzburg kandidierte. Später wurde sie als eine der ersten Frauen in den Landtag gewählt.
Barbara Stamm gilt als soziales Gewissen ihrer Partei, wobei ihr Familienpolitik besonders am Herzen liegt. Offen beantwortete sie die Fragen nach ihrem Rücktritt als Ministerin während der BSE-Krise und wie es dazu kam. Auch das Thema Macht und das eines würdigen Abgangs aus der Politik wurden aufgegriffen. Für Stamm sind Werte wie Ehe und Familie hohes Gut. Diese Grundhaltung vertritt sie. Dieses Gespräch war für Besucher ein Beweis, dass es trotz politischer Zwänge möglich sein kann, Menschlichkeit und Ehrlichkeit zu erhalten.